Zum Auftakt der Oberliga Niederrhein standen sich mit der Spvg Schonnebeck und dem 1. FC Mönchengladbach zwei Neulinge gegenüber.

Spvg Schonnebeck

Klarer Sieger im Aufsteiger-Duell

Miguel Thome
16. August 2015, 18:07 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Zum Auftakt der Oberliga Niederrhein standen sich mit der Spvg Schonnebeck und dem 1. FC Mönchengladbach zwei Neulinge gegenüber.

Unabhängig vom Ergebnis wäre es für mindestens eine der beiden Mannschaften der erste Oberliga-Punkterfolg in der Vereinsgeschichte geworden. Diesen Erfolg feierten am Ende die Schonnebecker durch einen ungefährdeten 2:0 (2:0)-Erfolg. Ausschlaggebend dafür waren die ersten 30 Minuten, in denen zunächst nicht viel passierte, die Gastgeber dann aber nach einer Ecke eiskalt zuschlugen, Innenverteidiger [person=1507]Kai von der Gathen[/person] war per Kopf zur Stelle (11.). Nur kurze Zeit später entschied Referee Szewczyk auf Elfmeter und stellte Gäste-Keeper Peter Dreßen wegen Notbremse vom Platz. Von der Gathen übernahm Verantwortung und schnürte den Doppelpack (19.).

Mit dem beruhigenden 2:0 ging es in die Pause, nach der die Gäste aus Gladbach trotz Unterzahl nicht aufsteckten und das Spiel auf Augenhöhe gestalteten. Natürlich boten sich den Essenern jetzt mehr Räume, einige gute Kontergelegenheiten wurden aber nicht sauber zu Ende gespielt, sodass am Ende ein verdienter Sieg für die Truppe von Dirk Tönnies stand.

Die Stimmen der Trainer nach dem Spiel:

Dirk Tönnies, Spvg Schonnebeck:
„Ich glaube, dass wir die Grundlage für diesen Sieg in den ersten 30 Minuten gelegt haben, das war eigentlich auch unser Plan. Dass wir unserem Gegner durch unser aggressives Auftreten in den ersten Minuten den Schneid abkaufen und überraschen. Das ist uns gelungen. Die Führung in der ersten Halbzeit war verdient, aber man hat schon gegen Ende der ersten Halbzeit gemerkt, dass uns die Rote Karte vielleicht nicht ganz so gut getan hat, weil wir danach so ein bisschen den Zugriff verloren haben.

Mönchengladbach konnte sich besser befreien, aber ohne sich großartig Torchancen zu erspielen. In der zweiten Halbzeit habe ich grundsätzlich angesprochen, das dritte Tor zu machen, weil es wichtig gewesen wäre, den Deckel drauf zu machen. Das ist uns leider nicht gelungen - trotz der ein oder anderen guten Gelegenheit. Dann mussten wir das ganze Spiel über zittern, weil Gladbach das auch in Unterzahl sehr gut gemacht hat. Ein Platzverweis heißt nicht, dass man ein Spiel anschließend locker gewinnt. Dickes Kompliment an Gladbach, die haben weiter mutig nach vorne gespielt, ohne sich ganz große Torchancen zu erspielen. Das ist das positive, wir haben fast nichts zugelassen. Wir sind überglücklich, so in die Saison zu starten. Wenn mir jemand gestern Abend gesagt hätte wir gewinnen 2:0 und starten mit drei Punkten, fahren vor Uerdingen nach Krefeld, hätte ich das sofort unterschrieben."

Stephan Houben, Trainer 1. FC Mönchengladbach:
„Grundsätzlich waren wir vorbereitet, wir wussten, was auf uns zukommt. Schonnebecks Marschroute war uns klar, aber wir haben die Umsetzung nicht so gut hinbekommen. Und Knackpunkt in so einem Spiel ist dann der frühe Foulelfmeter zum 2:0 und der Platzverweis. Aus meiner Sicht war es kein Elfmeter. Der Schiedsrichter-Assistent hat mir gesagt, er hat nichts gesehen, da geht es ihm wie mir. Ich habe da nichts gesehen, weil da nichts war, ich hatte einen ganz klaren Blick darauf.

Der Schonnebecker legt sich den Ball zu weit vor und ist eigentlich schon anderthalb Meter vorbei. Dann wird es natürlich schwierig, 75 Minuten in Unterzahl gegen ein 0:2. Trotzdem muss ich meiner jungen Mannschaft ein Kompliment machen, sie hat nicht aufgegeben. Dadurch, dass Schonnebeck ein bisschen fahrlässig mit den Chancen war, hätte mich interessiert, was passiert wäre, wenn wir den Anschluss gemacht hätten. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, in den ersten 15 Minuten haben wir Lehrgeld gezahlt. Das haben wir getan, wir werden morgen darüber reden und dann werden wir gestärkt aus der Situation hervor gehen und es nächste Woche gegen Oberhausen besser machen.“

Autor: Miguel Thome

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