Die Zuschaueranzahl könnte entscheidend für die Zukunft der Fußball-Mannschaft des TV Jahn Hiesfeld sein.

TV Jahn Hiesfeld

Ungewisse Zukunft der Fußballmannschaft

16. August 2015, 09:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Die Zuschaueranzahl könnte entscheidend für die Zukunft der Fußball-Mannschaft des TV Jahn Hiesfeld sein.

Wie geht es nach den unschönen Schlagzeilen weiter mit dem TV Jahn Hiesfeld? Manager und Hauptsponsor Harald Plank stand beim Saisonauftakt seiner Truppe Rede und Antwort.

Harald Plank, wie kommt es zu der finanziellen Lücke?
Es gibt faktisch keine finanzielle Lücke. Es geht darum, dass wir in unserem Planansatz für die neue Saison mit einer Reamateurisierungs-Summe gerechnet haben. Das heißt, dass wir unsere Leistungsverträge mit den Spielern ändern wollten. Über diesen Weg hätten wir etwa bis 40.000 Euro einsparen können. Dem haben die Spieler aber nicht zugestimmt. Deswegen haben wir aus 25 Alt-Verträgen jetzt nur noch zwölf beibehalten. Alle Jungs, die nicht einverstanden waren, hatten noch die Chance den Verein zu verlassen. Der Rest hat sich diesem Thema annähern können und den neuen Vertrag akzeptiert. Das hat zur Folge, dass wir aktuell nur noch 20 Leute im Kader haben. Vermutlich wird uns auch noch Yannic Melis verlassen. Dafür ist Patrick Polk aus Uerdingen bei uns im Gespräch.

Wie haben die Spieler reagiert?
Dass das Thema so kurz vor dem Saisonstart und dem ersten Pokalspiel auf den Tisch gelegt wurde, war natürlich äußerst ungünstig. Das war ein Vertrauensbruch für die Spieler. Einige Jungs haben den Verein verlassen. Die Mannschaft hat mich permanent im Urlaub angerufen. Die wollten natürlich wissen, was los ist. Das Thema hat uns in der Öffentlichkeit sehr geschadet. Wenn wir jetzt nochmal auf dem Transfermarkt zuschlagen wollen, fragen sich die Spieler natürlich, welche Perspektive sie bei uns haben. In der jetzigen Situation jemanden davon zu überzeugen in Hiesfeld zu spielen, mit dem Hinblick, dass es nur für ein Jahr ist, ist sehr schwierig.

Wahrscheinlich so schwierig wie die wirtschaftliche Situation. Es heißt, es sei noch ein neuer Sponsor eingestiegen. Wer ist denn dieser ominöse Geldgeber?
Ein gewisser Mr. X hat uns finanziell noch unter die Arme gegriffen. Die Lücke wurde aus eigenen Reihen geschlossen.

Das heißt, das Thema ist jetzt vom Tisch?
Vorerst schon, aber der Verein hat sich schon oft die Frage gestellt, ob man eine Fußballmannschaft haben muss, wenn nur 100 Zuschauer kommen. Wir schaffen es einfach nicht die Dinslakener zu begeistern, sonst hätten wir so ein Problem nicht. Auf Dauer ist es einfach nicht möglich, die Last nur einseitig zu verteilen.

Das heißt an dem Gerücht, die Mannschaft komplett zurückzuziehen, ist etwas dran?
Wir werden die Saison vernünftig spielen, im Winter ein Resümee ziehen und überlegen wie es weiter geht. Wir rühren jetzt natürlich nochmal umso mehr die Werbetrommel. Wenn wir erkennen, dass es nichts bringt, dann muss man sich wirklich fragen, was am Ende des Tages passiert.

Was die Spieler zu der aktuellen Situation sagen, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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