Das Stiefkind des deutschen Fußballs, der Ligapokal, wird in den kommenden Tagen  wohl zum letzten Mal im bisherigen Modus ausgetragen. Die Deutsche  Fußball Liga (DFL) plant eine umfassende Reform des Miniturniers  und könnte künftig mit bis zu 36 Vereinen über einen längeren Zeitraum mehrere Runden in Anlehnung an den DFB-Pokal spielen lassen.

DFL will Ligapokal grundlegend reformieren

"Dabei gibt es mehrere Ansätze"

cleu1
19. Juli 2007, 10:53 Uhr

Das Stiefkind des deutschen Fußballs, der Ligapokal, wird in den kommenden Tagen wohl zum letzten Mal im bisherigen Modus ausgetragen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) plant eine umfassende Reform des Miniturniers und könnte künftig mit bis zu 36 Vereinen über einen längeren Zeitraum mehrere Runden in Anlehnung an den DFB-Pokal spielen lassen.

Zuletzt wurde selbst ein Endspiel an den Weihnachtsfeiertagen diskutiert, der Sieger könnte in Zukunft mit einem Startplatz im internationalen Geschäft belohnt werden.

"Dabei gibt es mehrere Ansätze: Zum Beispiel, ein größeres Teilnehmerfeld mit 16 bis 36 Vereinen antreten zu lassen. Eine weitere Überlegung: den Sieger mit einem Startplatz im internationalen Wettbewerb zu belohnen", sagte DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus. Eine eingehende Prüfung erfolgt in den kommenden Monaten.

Eine Reform würde logischerweise auch eine Terminverschiebung mit sich bringen. "Sollte man das Teilnehmerfeld ausweiten, kämen meiner Ansicht nach weniger die Pausentermine im Sommer oder Winter in Frage. Wenn man ernsthaft über eine Modifikation des Wettbewerbs nachdenkt, dann muss das bedeuten, dass man ihn parallel zur Bundesliga spielt", meinte Hieronymus.

Damit würde der Ligapokal sportlich deutlich aufgewertet, da die Veranstaltung nicht kurz nach den Trainingslagern in der heißen Phase der Vorbereitung ausgetragen würde. Für den DFB-Pokal bedeutet ein Konkurrenzprodukt dagegen eine Wertminderung. "Wir sind über die Pläne informiert, werden uns aber erst zu gegebener Zeit öffentlich äußern", sagte der DFB-Direktor und stellvertretende Generalsekretär Wolfgang Niersbach.

Autor: cleu1

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