Nach einem monatelangen Sommertheater rund um die (Nicht-)fusion vom RSV Mülheim, Holthausener TV und TB Heißen will man sich beim A-Ligisten jetzt nur noch auf das Sportliche konzentrieren.

SV Heißen

Die Wundertüte der Kreisliga A

14. August 2015, 15:07 Uhr
Foto: Tim Müller

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Nach einem monatelangen Sommertheater rund um die (Nicht-)fusion vom RSV Mülheim, Holthausener TV und TB Heißen will man sich beim A-Ligisten jetzt nur noch auf das Sportliche konzentrieren.

Oliver Wronsky nahm sich der Herausforderung an, ein komplett neues Team zu trainieren, welches sich aus einigen Spielern aller drei Klubs sowie mehreren "externen" Neuzugängen zusammensetzt. Ein klarer Nachteil gegenüber der etablierten Liga-Konkurrenz, das weiß auch er: "Ich habe hier wohl die schwierigste Aufgabe der Liga. Man kann einfach nicht erwarten, dass wir von Saisonbeginn an genauso zusammenspielen wie Klubs wie Rot-Weiss Mülheim oder TuSpo Saarn, wo sich die Spieler schon länger im Kern kennen."

Probleme mit einer eventuellen Grüppchenbildung der alten TB-, RSV- und HTV-Akteure sah Wronsky nur in der ersten Trainingswoche: "Beim Auslaufen nach den ersten Einheiten hatte sich dann doch die ein oder andere kleine Gruppe von alten Bekannten zusammengefunden. Aber wir haben uns hier stark bemüht, jegliche Diskrepanzen aus dem Weg zu schaffen. Ich habe viel mit den Spielern gesprochen, wir haben viele Teambuildingmaßnahmen unternommen. Und ich kann sagen, dass hier alle das gleiche Ziel vor Augen haben; nämlich guten Fußball zu spielen."

Dass Wronsky das Traineramt nach längeren Diskussionen übernahm, kam für ihn zuerst "eigentlich überraschend. Man wusste halt, dass ich zweieinhalb Jahre lang als Trainer der Damen-Mannschaft von TB Heißen gute Arbeit geleistet habe, es kam zu einem ganz unbefangenen Gespräch", erzählt er.

Und so entwickelte sich dem Anschein nach eine gewisse Eigendynamik. Nun startet Wronsky mit dem Team des SV Heißen am Sonntag in eine Saison, in der "uns keiner einzuschätzen weiß. Das könnte ein kleiner Vorteil sein." Los geht es mit einem Heimspiel gegen die DJK Wanheimerort, die aufgrund des vom Stadtteilrivalen DSV 1900 erzwungenen Platzwechsels eine ähnlich bewegte jüngere Vergangenheit hinter sich hat. Wronsky erwartet "einen sehr spielstarken Gegner. Wir werden da mit viel Kampfbereitschaft reingehen. Und es ist das erste Spiel unter einem neuen Vereinsnamen. Das dürfte für die Jungs noch ein bisschen Extra-Motivation mit sich ziehen".

Eine gute Meldung am Rande: Wie das Mülheimer Sportdezernat kürzlich verriet, können die Teams des SVH voraussichtlich zur Winterpause auf die brandneue Kunstrasenanlage an der Hardenbergstraße ziehen. Die Heimspiele nach dem Eröffnungsspiel gegen Wanheimerort absolvieren die in rot-blau gestreiften Trikots spielenden Heißener zunächst erst einmal an der Oberheidstraße. Gegen die Duisburger dient der alte Platz des RSV and der Rudolf-Harbig-Straße noch ein vorerst letztes Mal aus Austragungsort.

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