Platz eins gegen zwei – klingt nach zwei Spieltagen spektakulärer, als es ist. Dennoch wartet mit dem SC Freiburg eine echte Hürde auf den VfL und Trainer Gertjan Verbeek.

VfL Bochum

Verbeek vor dem Spitzenspiel optimistisch

14. August 2015, 12:07 Uhr
Foto: firo

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Platz eins gegen zwei – klingt nach zwei Spieltagen spektakulärer, als es ist. Dennoch wartet mit dem SC Freiburg eine echte Hürde auf den VfL und Trainer Gertjan Verbeek.

RS sprach vor dem Spitzenspiel in Liga zwei mit Gertjan Verbeek über das Freiburger Spiel, die neue Intensität im Training und sein Verhältnis zu SC-Kollege Christian Streich.

Gertjan Verbeek, es gibt Fußballspiele, auf die man sich schon bei der Reise so richtig freut. Trifft das auf die Partie Freiburg gegen Bochum zu?
Ich freue mich auf jedes Spiel, aber auch auf eine Mannschaft, die zweimal in der Liga und auch im Pokal überzeugend gewonnen hat. Man will sich gerne mit Gegnern messen, die gleichauf sind. Dann sieht man, wo man steht.

Letztes Jahr hatten wir keine Wahl.
Gertjan Verbeek

Wenn man beim Training zuschaut und das Spiel der A-Mannschaft gegen das B-Team beobachtet, kann man schon über die zunehmende Qualität überrascht sein. Es sind keine Trainingsspiele mehr, sondern richtige Qualifikationsspiele.
Das ist aber auch sehr gut. So sind wir gut auf die Spiele vorbereitet, die noch kommen. Die Schwierigkeit ist natürlich immer, wie die Spieler miteinander arbeiten, zusammen trainieren, und das sehen auch die Freiburger. Ich hoffe natürlich, dass wir einige Überraschungen für die Freiburger haben.

Andreas Luthe kehrt ins Tor zurück. Gibt es ansonsten Grund zu Veränderungen?
Nein, wir haben einige gute Serie bisher gespielt. Es sind jetzt drei Partien gespielt und die Jungs haben sich auch in der Vorbereitung schon eingespielt. Wenn es gut geht, dann gibt es keinen Grund, etwas zu verändern. Man muss natürlich schauen, wie die Freiburger spielen, aber ich glaube, dass wir mit der Art und Weise, wie wir in den letzten Wochen gespielt haben, auch die Aufgabe in Freiburg lösen können.

Es ist bekannt, dass Neuzugänge bei Ihnen nicht nach einer Woche den Sprung in den 18er Kader schaffen. Das gilt auch für Peniel Mlapa. Im letzten Jahr mussten Sie noch jeden Spieler, der gesund war…
Ja, das stimmt. Da hatten wir keine Wahl. Nicht, dass die Spiele keine Qualität hatten, aber es war vielleicht zu früh oder sie waren zu jung, um als Stammspieler zu spielen. Nicolas Abdat zum Beispiel, der war gerade 18 Jahre alt. Mlapa ist jetzt fast eine Woche bei uns und ich glaube, dass er noch weitere Trainingseinheiten braucht, um sich an Bochum zu gewöhnen und physisch topfit zu werden. Morgen nach dem Training fahren wir los und wenn er mitfährt, dann kann er Samstag nicht trainieren und hat einen freien Tag. Für ihn wäre es aber besser, wenn er trainiert, damit er so schnell wie möglich den Konkurrenzkampf aufnehmen kann.

Freiburg spielt offensiven, attraktiven Fußball. Genau das will der VfL auch machen, selbst auf des Gegners Platz. Wir dürfen also die gleiche Einstellung und Philosophie erwarten, wie in den letzten Spielen?
Die Einstellung muss immer 100 Prozent sein, da sprechen wir nicht drüber. Die Philosophie ist so, dass wir keine Änderung machen. Wir spielen nicht einmal mit einer Dreierkette oder Fünferkette, nur weil Freiburg anders organisiert ist. Ich glaube, dass die Freiburger auch so denken. Es wird ein interessantes Spiel werden und ich glaube schon, dass die individuelle Qualität den Ausschlag geben wird.

Zwangsläufig wird ihr Disput mit Christian Streich, Trainer des SC Freiburg, aufgegriffen. Interessiert Sie das überhaupt noch?
Ich verstehe schon, dass die Journalisten darauf zurückkommen. Für mich ist das aber kein Thema mehr. Da war mal ein Vorfall, aber das ist eineinhalb Jahre her. Für mich ist es kein Spiel zwischen Christian Streich und Gertjan Verbeek, sondern es geht zwischen Freiburg und Bochum.

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