Es war ein hartes Stück Arbeit für den BVB, am Ende aber stand ein 2:0 beim Chemnitzer FC - vor allem dank zweier lichten Momente eines Stürmers.

BVB-Noten

Mkhitaryan als Torschütze und Vorbereiter

Sebastian Weßling
09. August 2015, 16:40 Uhr
Foto: firo

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Es war ein hartes Stück Arbeit für den BVB, am Ende aber stand ein 2:0 beim Chemnitzer FC - vor allem dank zweier lichten Momente eines Stürmers.

Die BVB-Noten in der Übersicht

Roman Bürki (2-): Musste in der ersten Halbzeit einmal per Faustabwehr klären und einmal einen abgefälschten Kullerball halten - und hatte damit keine Probleme. Bei der größten Chemnitzer Chance musste er nicht eingreifen, weil Danneberg vorbei schoss (31.). Auch in Durchgang zwei konnte er sich zunächst nicht auszeichnen - bis zu Ofosus gefährlichem Schuss, den er reaktionsschnell um den Pfosten lenkte (74.).

Lukasz Piszczek (4): Durch einen schlampigen Pass auf Gündogan leitete er die Riesenchance zum Ausgleich ein - doch Danneberg verzog frei vorm Tor (31.). Insgesamt nicht mit seinem sichersten Auftritt und auch nach vorne fehlte oft die Durchschlagskraft. Eine Ausnahme: Die Flanke auf den freistehenden Reus (41.).

Sokratis (3): Hob vor Dannebergs Großchance das Abseits auf (31.). Gewann zwar die meisten seiner Zweikämpfe, es haperte aber dann und wann an der Abstimmung mit Nebenmann Piszczek.

Mats Hummels (2-): Auch der BVB-Abwehrchef hatte in Durchgang eins manchmal Probleme bei langen Bällen - aus denen die Chemnitzer aber kein Kapital schlugen. Nach der Pause meist souverän und mit guten Szenen im Spielaufbau.

Marcel Schmelzer (4-): Ihn hatte Chemnitz offenbar als Schwachpunkt ausgemacht, immer wieder wurde der schnelle Angreifer Ofosu in Laufduelle mit dem Linksverteidiger geschickt - in denen Schmelzer nicht immer eine gute Figur machte. Wenn es gefährlich wurde, dann fast immer über seine Seite. Offensiv dagegen trug er einiges zum BVB-Spiel bei, war immer weit vorne zu finden und gab dem Angriffsspiel so die nötige Breite - ohne dass er gefährliche Situationen kreiert hätte.

Ilkay Gündogan (3): Übernahm meist den Spielaufbau, sobald der Ball die Mittellinie überquert hatte. Daher oft am Ball und mit meist sicheren Pässen - ein hoher auf Mkhitaryan leitete die Großchance aufs 2:0 ein (30.). Seine beste Chance war ein Schuss aus 20 Metern - zu unplatziert aber, um den Chemnitzer Torhüter ernsthaft ins Schwitzen zu bringen (71.). Nach der Pause außerdem mit zu vielen schöpferischen Pausen.

Sven Bender (3): Spielte als alleiniger Sechser im Zentrum, weshalb ihm oft die Aufgabe zufiel, den Spielaufbau zu initiieren - bekanntlich nicht seine allergrößte Stärke. Einige Fehlpässe waren die Folge. Gegen den Ball aber gewohnt lauf- und zweikampfstark - und mit einem langen Ball leitete er sogar das 1:0 ein (26.).

Gonzalo Castro (3): Der Ex-Leverkusener stand erstmals in einem Pflichtspiel in der BVB-Startaufstellung - und fand nach anfänglichen Unsicherheiten immer besser in die Partie und harmonierte gut mit seinen Mitspielern. Sehr sicher im Passspiel und mit einigen dynamischen Vorstößen - leitete so das 1:0 ebenso mit ein wie eine Großchance durch Reus (44.).

Marco Reus (4): Sehr auffälliger Auftritt des Offensivspielers - der aber fahrlässig mit seinen Chancen umging: Zielte freistehend am Elfmeterpunkt mit dem Kopf zu zentral (41.), später mit dem Fuß aus ähnlich aussichtsreicher Position deutlich zu hoch (44.) und trat dann ein Luftloch an der Strafraumgrenze (66.).

Pierre-Emerick Aubameyang (2-): Der Stürmer war viel unterwegs, wechselte oft mit Reus die Position. Brauchte eine Weile bis zu einem wirklich aussichtsreichen Abschluss - aber der saß gleich: Stark, wie er Mkhitaryans Flanke entgegenging und vom kurzen Pfosten ins lange Eck köpfte (26.). Kurz danach verpasste er Mkhitaryans Flanke nur knapp (30.). Mit starkem Antritt und gutem Pass bereitete er das 2:0 durch Mkhitaryan vor (82.). Ansonsten aber war zu viel Leerlauf in seinem Spiel dabei.

Henrikh Mkhitaryan (2-): Mit seiner Dynamik an vielen gefährlichen Situationen beteiligt. Das 1:0 bereitete er mit präziser Flanke auf Aubameyang vor (26.), wenig später bediente er den Mittelstürmer erneut - doch der verpasste knapp (30.). Auch Reus setzte er gefährlich in Szene (44.). In Durchgang zwei nicht mehr ganz so auffällig - bis er auf Aubameyang-Vorlage sicher zum 2:0 einschob (82.).

Autor: Sebastian Weßling

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