Wie schon im Pokal-Finale 2011 waren die Zebras beim 0:5 gegen Schalke vollkommen chancenlos. Nach dem Plakat-Eklat gab es aber auch noch Stimmen zum Sportlichen.

Die Derby-Stimmen

"Schalke war zwei Nummern zu groß!"

08. August 2015, 19:48 Uhr
Foto: firo

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Wie schon im Pokal-Finale 2011 waren die Zebras beim 0:5 gegen Schalke vollkommen chancenlos. Nach dem Plakat-Eklat gab es aber auch noch Stimmen zum Sportlichen.

Gino Lettieri redete nicht um den heißen Brei herum: "Schalke war natürlich spielbestimmend und zwei Nummern zu groß. Das 0:1 ist leider viel zu früh gefallen, danach haben wir drei Gegentreffer nach Standards kassiert. So etwas darf nicht passieren - auch nicht gegen Schalke. Nach dem Platzverweis von [person=1753]Branimir Bajic[/person], der eigentlich genug Erfahrung hat und sich in der Situation bei den beiden Foulspielen cleverer verhalten muss, war es zu zehnt natürlich mehr als schwer, noch nach vorne zu kommen. Gegenüber unserem Auftritt in Bochum war die Leistung aber besser."

Andre Breitenreiter war mit seinem Pflichtspieldebüt mehr als einverstanden: "Unsere Mannschaft hat eine überzeugende Leistung geboten, insbesondere die Einstellung muss ich loben. Wir haben gebrannt, gut gepresst und mit schnellen Balleroberungen und gutem Kombinationsfußball die Tore erzwungen. Die Überzahl hat uns das natürlich leichter gemacht."

Mit Blick auf die erlegten Zebras meinte Breitenreiter: "Dem MSV drücke ich die Daumen. Ich habe mit Paderborn selbst erlebt, dass auch mit wenig Geld viel möglich ist. Das Umfeld muss nur Ruhe bewahren und der Mannschaft die nötige Zeit geben."

Auch Sportdirektor Ivica Grlic wollte trotz des verheerenden Resultats nicht den Stab über seiner Elf brechen: "Als [person=35]Michael Ratajczak[/person] den Elfer gehalten hat und es trotz unserer Unterzahl noch 0:1 stand, dachte ich, dass es vielleicht noch eine Pokalsensation geben könnte, denn das waren die Zutaten für eine solche Situation. Nach dem 0:2 hatten sich dann aber alle Hoffnungen zerschlagen. Trotzdem hat die Mannschaft eine Leistungssteigerung gezeigt und auch vom Engagement her kann ich den Jungs nichts vorwerfen. Darauf müssen wir aufbauen, gegen Bielefeld aber auch endlich etwas Zählbares holen."

[person=2131]Thomas Meißner[/person], der nach 31 Minuten die Lücke, die Bajic hinterließ, stopfen sollte, war bedient: "Der frühe Rückstand hat uns natürlich zurückgeworfen, doch wir haben auch danach alles versucht - vor allem unseren Fans zuliebe, die uns sensationell unterstützt haben."

Dem musste auch Geschäftsführer Bernd Maas beipflichten: "Die Fans haben uns wie schon in Berlin, als ich noch als Dienstleister für den MSV dabei war, fantastisch unterstützt. Sie haben gesungen und gefeiert und Duisburgs wahres Gesicht gezeigt. Schade nur, dass ein paar Bekloppte unser eigentliches Bild mit dem pietätlosen Plakat zerstört haben. Aber zurück zum Sportlichen: Für uns ist die Höhe der Niederlage sehr schade, während das Aus natürlich nicht überrascht. Es war ein Klassenunterschied erkennbar."

Wir haben das Spiel von Anfang ernst genommen
Johannes Geis

"Wir haben das Spiel von Anfang ernst genommen", erläuterte Johannes Geis. Mit seinem Freistoßtreffer machte der ehemalige Mainzer noch vor der Halbzeit schon den "Deckel drauf", der aber nicht nur fand, dass er persönlich ein tolles erstes Pflichtspiel in dieser Saison erlebt hatte. "Es war ein guter Einstand für uns alle", sagte Schalkes Standard-Spezi.

"Wir haben verdient gewonnen, überzeugend gespielt - und so muss man auch die Saison beginnen", hielt Manager Horst Heldt fest. Die gute Stimmung innerhalb des Teams war fast greifbar. "Wir haben in der Vorbereitung ja auch schon davon gesprochen, dass wir einen guten 'Spirit' haben. Das lebt die Mannschaft auf und außerhalb des Platzes", schilderte der S04-Sportvorstand.

Auch der Konkurrenzkampf blüht. Fünf verschiedene Spieler sorgten für die fünf Treffer der Königsblauen. "Das ist sehr positiv. Wir haben verschiedene Spieler, die Tore schießen können und die auch in die gefährlichen Situationen kommen", analysierte Klaas-Jan Huntelaar. Wobei sich der Niederländer schon sichtlich ärgerte, dass er nach dem 1:0 drei weitere dicke Chancen hatte liegen lassen.

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