Durchatmen am Hiesfelder Freibad: Der TV Jahn konnte am Donnerstagabend den geplanten Spieler-Boykott für das anstehende Niederrheinpokalspiel in Repelen abwenden.

TV Jahn Hiesfeld

Boykott abgewendet - Leistungsträger gehen

Krystian Wozniak
07. August 2015, 16:32 Uhr

Durchatmen am Hiesfelder Freibad: Der TV Jahn konnte am Donnerstagabend den geplanten Spieler-Boykott für das anstehende Niederrheinpokalspiel in Repelen abwenden.

RevierSport sprach mit Klaus Kohaupt, Technischer Leiter des Oberligisten, über die Ereignisse am Donnerstagabend.

Klaus Kohaupt, was ist am Donnerstag passiert?
Wir saßen mit einigen Verantwortlichen und drei Vertretern der Mannschaft Kevin Hillebrand, Kevin Corvers und Danny Rankl eine gute Stunde zusammen und haben nach einer Lösung gesucht. Da die Mannschaft auf die ausstehenden Zahlungen pochte und die neuen Verträge nicht akzeptieren wollte, fand sich glücklicherweise ein Sponsor, der unsere finanziellen Löcher bis auf Weiteres stopft. Die alten Verträge werden auch weiterlaufen und wir hoffen nun, dass wir aus dem Schneider sind. Ein Teil der Mannschaft stimmte sogar der Umstellung der Verträge zu, damit wir von den Kosten etwas herunterkommen. Was noch offen bleibt, übernimmt ein neuer Sponsor. Jetzt können wir uns wieder auf das Sportliche konzentrieren.

Ihnen muss ein Brocken vom Herzen gefallen sein...
Natürlich. Das wäre doch der Super-Gau gewesen. Wenn das alles vor ein, zwei Monaten passiert wäre, dann müssten wir uns gar nicht schämen. Wenn wir jetzt, eine Woche vor dem Ligauftakt und wenige Tage vor dem Pokal, die Mannschaft zurückgezogen hätten oder diese das Repelen-Spiel wirklich boykottiert hätte, wäre das eine Riesen-Blamage für den ganzen Verein.

Nichtsdestotrotz taten die Schlagzeilen dem TV Jahn Hiesfeld alles andere als gut, oder?
So etwas wünscht sich doch kein Verein. Zum Glück ist es für uns noch gut gegangen. Aber wir haben durch das ganze Theater nicht nur unser Image angekratzt, sondern auch zwei ganz wichtige Spieler verloren.

Das heißt...
Patrick Dertwinkel, der eine tolle Vorbereitung absolvierte und eine echte Verstärkung für uns gewesen wäre, verlässt und genauso wir Dominik Borutzki. Beide erklärten, dass zu viel vorgefallen sei und sie ihre Verträge auflösen wollen. Dem haben wir zugestimmt und wünschen den Jungs alles Gute für die Zukunft.

Autor: Krystian Wozniak

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