Nach einer 0:3-Niederlage nimmt man als Fußballspieler nur ungern Lob entgegen.

RWE

Schmerzhafte Schulterklopfer

02. August 2015, 12:55 Uhr
Foto: Deutzmann

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Nach einer 0:3-Niederlage nimmt man als Fußballspieler nur ungern Lob entgegen.

Dass [person=29636]Kasim Rabihic[/person] nach der Partie gegen Wiedenbrück Schulterklopfer erhielt, konnte seine Laune dementsprechend auch nicht bessern.

Der 22-jährige Neuzugang von 1860 München II war der beste Essener bei der Auftaktpleite und hat gerade in der ersten Hälfte seinen Teil dazu beigetragen, dass RWE dem Führungstreffer nahe war. Zwei Großchancen gingen jeweils kluge Pässe von Rabihic in die Schnittstelle der Viererkette voraus. Letztlich ließen die Kollegen die Gelegenheiten aber aus und so stand am Ende eine schmerzhafte Niederlage.

Es war eine gute Mannschaftsleistung – eigentlich
Kasim Rabihic

„Leider haben wir die Tore nicht gemacht und waren nicht konsequent genug vor dem Tor. Es war eine gute Mannschaftsleistung – eigentlich“, sagte Rabihic. Ja, „eigentlich“ war das Zauberwort an diesem Nachmittag im Stadion Essen. Denn eigentlich spielte RWE gut und eigentlich hätten die Gastgeber auch gewinnen können. Doch nicht eigentlich, sondern ganz bestimmt, kann man sich im Fußball davon nichts kaufen. „Wiedenbrück hatte keine Lösungen, aber wir machen dann ein paar Fehler und bekommen so die Tore. Das darf natürlich nicht passieren“, weiß Rabihic.

Besonders ärgerte er sich über den Platzverweis für Rechtsverteidiger [person=29417]Jeffrey Obst[/person], der aus Sicht des Bosniers völlig überzogen war. „Das war ein normaler Zweikampf, den der Schiedsrichter überbewertet hat“, fand Rabihic, der die Niederlage aber nicht am Platzverweis festmachen wollte. „Solche blöden Gegentore dürfen trotzdem nicht fallen.“

Kein Gedanke an die Konkurrenz

Die Niederlage der Essener zum Start dürfte in Städten wie Aachen, Köln oder Oberhausen mit Zufriedenheit aufgenommen worden sein. Was die Konkurrenz denkt, hat für Rabihic allerdings keine gesteigerte Bedeutung: „Was die anderen über uns denken, interessiert uns nicht. Wir wissen, wie wir gespielt haben, wo wir die Fehler gemacht haben und was wir verbessern müssen.“

Die Lehren, die RWE aus diesem Spiel zieht, sollen dann schon in einer Woche im Pokal gegen Fortuna Düsseldorf, spätestens aber zum nächsten Ligaspiel gegen den SV Rödinghausen Verbesserungen mit sich bringen. Kasim Rabihic wird wahrscheinlich auch in diesen Spielen zum Stammpersonal gehören. Und er wird hoffen, dass sich die nächsten Schulterklopfer besser anfühlen.

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