Rot-Weiss-Ahlens Trainer Marco Antwerpen erhielt nach der 0:1-Niederlage zum Auftakt gegen Alemannia Aachen tosenden Applaus beim anschließenden Pressegespräch.

RWA - Aachen:

Löhden schockt mutigen Aufsteiger

31. Juli 2015, 21:57 Uhr
Foto: Tillmann

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Rot-Weiss-Ahlens Trainer Marco Antwerpen erhielt nach der 0:1-Niederlage zum Auftakt gegen Alemannia Aachen tosenden Applaus beim anschließenden Pressegespräch.

Grund dafür war aber nicht das Ergebnis, sondern die freche und mutige Spielweise der Ahlener. Einzig ein zielstrebiger Torabschluss fehlte den Wersestädtern gegen Aachen. "Wir haben eine Standortbestimmung gebraucht", bilanzierte Antwerpen, der im Moment in Köln seinen Fußballlehrer macht. "Es war schön zu sehen, wie wir mit der Intensität klar gekommen sind. Wir waren sehr präsent, aber eben auch einmal in der Defensive unkonzentriert."

Gemeint hat Antwerpen den 1:0-Siegtreffer von Aachens Innenverteidiger [person=12371]Jannik Löhden[/person] (7.). Nach einer Ecke von [person=7679]Bastian Müller[/person] köpfte der 2,01-Meter-Hüne fast unbedrängt rechts unten ins Ahlener Tor. Antwerpen: "Die kamen mit so einer Wucht, dass es nur sehr schwer zu verteidigen war. Die Spieler sind alle so groß gewesen, da war für uns schon die Einteilung ein Problem. Von meinem Gefühl her waren wir auf dem Boden die bessere Mannschaft."

Aus dem Spiel heraus hatte der Aufsteiger die besseren Chancen, so traf etwa [person=8843]Felix Backszat[/person] die Latte (62. Minute), Neuzugang Cihan Bolat legte sich den Ball freistehend in aussichtsreicher Position zu weit vor (86.). Mit dem frühen aggressiven Pressing kamen die Alemannen über weite Strecken nicht klar, wie Aachens Trainer Christian Benbennek nach Spiel einräumte: "Wir haben die Ahlener in der Vorbereitung gesehen und wussten, was auf uns zu kam. Großes Kompliment an Ahlen, mit welch einer riesen Wucht, die hier aufgetreten sind." Der aus Havelse gekommene Benbennek war mit dem Spiel seiner Mannschaft dennoch einverstanden und hob die positiven Aspekte hervor: "Es ging darum, mit aller Macht zu gewinnen. Das ist uns gelungen und tut gut für unsere Entwicklung."

Auch der Siegtorschütze selbst zeigte sich nach der Partie bescheiden. "Wer das Tor erzielt, spielt überhaupt keine Rolle. Wir waren zielstrebiger und hatten die größere Durchschlagskraft", fand Löhden nach dem Spiel. "Die Ahlener haben gut Alarm gemacht. Dass sie mutig nach vorne spielen, wussten wir, aber dass wir so mutig agieren, damit haben wir nicht gerechnet." Seinem Premierentreffer wollte der Neuzugang von Viktoria Köln aber keine zu große Bedeutung beimessen: "Die Ecken von Basti Müller kommen mittlerweile sowieso überragend und von der Größe her habe ich sowieso einen Vorteil gegenüber vielen anderen Spielern. Einen schöneren Einstand hätte ich mir aber nicht wünschen können."

Einen schöneren Einstand hätte sich allerdings Ahlens Linienchef Antwerpen gewünscht, auch wenn die couragierte Leistung seiner Truppe vor 5.112 Zuschauern Mut macht für den Rest der Saison:"Wir wollten absichtlich mutig auftreten, um die Kulisse zu begeistern. Wir haben mit unserer Leistung bewiesen, dass wir in dieser Liga mithalten können, auch gegen einen Favoriten auf die Meisterschaft." Das dementsprechende Feedback erhielt Antwerpen von den anwesenden Zuschauern beim Pressegespräch.

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