Jetzt ist es endlich so weit: Der ehemalige Sonsbecker Sebastian Santana ist in die Riege der Nationalspieler empor gestiegen.

Sebastian Santana

Debüt für die Dominikanische Republik

31. Juli 2015, 10:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Jetzt ist es endlich so weit: Der ehemalige Sonsbecker Sebastian Santana ist in die Riege der Nationalspieler empor gestiegen.

Beim 4:1-Testspiel-Sieg des A-Teams der Dominikanischen Republik gegen die U23 Haitis feierte der 20-Jährige sein Debüt im internationalen Dress und wusste auch gleich mit zwei Torvorlagen zu überzeugen. „Das, was ich verstanden habe und was mir der Dolmetscher übersetzt hat, war sehr positiv“, berichtet Santana: „Ich denke, dass ich nun auch für die nächste Spiele gesetzt bin.“

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Erst war es der Oberschenkel, dann der ungültig Pass
Eigentlich sollte der Offensivspieler bereits im März für das Heimatland seines Vaters Roberto auflaufen, doch eine Oberschenkelverletzung machte ihm damals einen Strich durch die Rechnung. Auch beim WM-Quali-Match Anfang Juni gegen Belize (1:2) sollte er dabei sein, aber weil sein frisch beantragter Pass noch nicht gültig war, zerschlug sich auch diese Möglichkeit. „Umso schöner ist, dass es jetzt geklappt hat“, strahlt Santana.

Zwar sei das spielerische Niveau des Nationalteams nur mit dem eines schlechteren Drittligisten zu vergleichen, weil die Mannschaft hauptsächlich vom Kampf lebe, dennoch sind die Erfahrungen, die er in der Karibik gesammelt hat, Gold wert. Bestensfalls sollen sich diese nun auch in seiner Laufbahn in Deutschland niederschlagen. Noch hat der gebürtige Klever, der in Essen wohnt, keinen neuen Klub gefunden, trainiert bis Ende der Woche aber bei TuRU Düsseldorf mit.

Der Profi-Traum bei BV De Graafschap ist geplatzt

Dabei sah es vor ein paar Wochen noch danach aus, als ob
sich sogar sein Traum, Profi zu werden, erfüllen würde. Beim damaligen niederländischen Zweitligisten BV De Graafschap. „Dann sind sie aber in die erste Liga aufgestiegen und die Sache hatte sich für mich leider erledigt“, berichtet Santana, der jetzt einen Klub in der Ober- oder Regionalliga sucht: „Weiter unten zu spielen bringt nichts, weil ich dann auch wieder aus der Nationalmannschaft gestrichen würde.“ Klappt es nicht, wie es sich der 1,90-Meter-Hüne vorstellt, hat er aber einen Plan B in der Tasche. „Sollte ich nun keinen Verein finden, konzentriere ich mich wieder auf die Schule und den Beruf.“ Angesichts des gelungenen Debüts im A-Team wäre das für die Dominikaner ein Verlust.

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