Es muss die Neugier auf das Neue sein, das die Fans von Fortuna Düsseldorf antreibt.

Düsseldorf

35.000 Fans am Sonntag gegen Paderborn?

Matthias Goergens
29. Juli 2015, 08:47 Uhr
Foto: firo

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Es muss die Neugier auf das Neue sein, das die Fans von Fortuna Düsseldorf antreibt.

Trotz der enttäuschenden vergangenen Saison und dem zehnten Platz in der 2. Fußball-Bundesliga wurden über 18.000 Dauerkarten abgesetzt – nur rund 3000 weniger als im Vorjahr. Unter der Hand hoffen die Verantwortlichen auf rund 35.000 Zuschauer zur Heimspiel-Premiere am Sonntag gegen Bundesliga-Absteiger SC Paderborn. Sie müssen sich auf ungewohnte Anblicke einstellen, der neue Trainer Frank Kramer hat das Team sichtbar umgekrempelt.

Drei Beispiele:

Neue Führungsspieler: Trainer Kramer bestimmte Innenverteidiger Karim Haggui zum Kapitän, Julian Koch zum Stellvertreter. Die alte Hierarchie mit Adam Bodzek (Ersatzbank) sowie Oliver Fink (noch nicht fit genug) und Andreas Lambertz (Wechsel nach Dresden) hat sich damit erledigt. Wortführer auf dem Feld ist vor allem Mittelfeldspieler Koch: „Wenn wir körperlich und mental alles so reinwerfen wie in Berlin, werden wir auch gegen Paderborn erfolgreich vom Platz gehen.“ Überhaupt fiel zum Saisonstart bei Union Berlin (1:1) das gegenseitige Anfeuern und das Mehr an Kommunikation positiv auf.

Neue Taktik: Beim Auswärtsspiel in Berlin gab Trainer Kramer seinem Team ein offensives Gesicht, stellte in Didier Ya Konan und Joel Pohjanpalo zwei Stürmer in die Startelf. Dahinter eine Viererreihe mit Koch und dem etwas offensiveren Michael Liendl in der Mitte sowie den schnellen Sercan Sararer und Mathis Bolly auf den Flügeln, die für viel Tempo sorgten. Mit wenig Ballkontakten das Mittelfeld zu überbrücken, ist die Marschroute. Rund 20 Torschüsse (16 Flanken, elf Ecken) sprechen für eine taktische Fortsetzung gegen Paderborn.

Neue Viererkette: Von elf Zugängen standen am ersten Spieltag sechs in der Startelf, alleine drei davon in der defensiven Viererreihe. Lediglich Linksverteidiger Lukas Schmitz behielt seinen Stammplatz, auch weil der von Bochum gekommene Fabian Holthaus den Großteil der Vorbeitung verpasste. In der Innenverteidigung sind Haggui und Christian Strohdiek (trotz Patzer zum Gegentor in Berlin) gesetzt. Rechts könnte Kevin Akpoguma als schwächster Fortune im Startspiel seinen Platz aber schnell auch wieder an Julian Schauerte verlieren.

Autor: Matthias Goergens

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