Chelsea-Trainer Jose Mourinho hat von Generaldirektor Peter Kenyon Rückendeckung im Streit mit der UEFA erhalten. So bezeichnete Kenyon die Vorwürfe gegen den Coach als

Mourinho erhält Rückendeckung vom Chelsea-Boss

jt
24. März 2005, 12:01 Uhr

Chelsea-Trainer Jose Mourinho hat von Generaldirektor Peter Kenyon Rückendeckung im Streit mit der UEFA erhalten. So bezeichnete Kenyon die Vorwürfe gegen den Coach als "beispiellosen Angriff" gegen den Klub.

Jose Mourinho, Trainer des FC Chelsea, kann sich in der Auseinandersetzung mit der Europäischen Fußball-Union (UEFA) auf Rückendeckung seines Vorgesetzten verlassen. So bezeichnete Peter Kenyon, Generaldirektor des Premier-League-Spitzenreiters, die Vorwürfe gegen den Portugiesen als "beispiellosen Angriff" gegen den Klub.

Mourinho hatte sich öffentlich zu einem angeblichen Halbzeitgespräch beim Achtelfinale der Champions League beim FC Barcelona zwischen Schiedsrichter Anders Frisk und "Barca"-Trainer Frank Rijkaard geäußert. Die UEFA hatte den 42-Jährigen daraufhin der "Verbreitung falscher Aussagen" bezichtigt. "Diese Behauptung zieht die Integrität des Vereins in Zweifel", empörte sich Kenyon: "Wir werden sie nicht unwidersprochen hinnehmen."

Kenyon sorgt sich um faire Behandlung

Im Vorfeld der Anhörung Mourinhos vor dem UEFA-Exekutiv-Komitee am 31. März meldete Kenyon zudem Zweifel an einer fairen Behandlung des Teammanagers durch den Ausschuss an. "Die Art und Weise der öffentlichen Äußerungen gibt Anlass zur Sorge darüber, dass wir keine unparteiische Anhörung bekommen werden", sagte er. Einige Personen in der UEFA hätten beschlossen, ihre eigenen Richtlinien von Fairness und korrekter Verfahrensweise zu ignorieren, indem sie die Vorwürfe gegen Mourinho in der Öffentlichkeit diskutierten. "Unsere Zeugen wurden dabei bereits ohne jede Möglichkeit auf Anhörung oder Selbstverteidigung als Lügner gebrandmarkt. Das widerspricht allen Prinzipien der Gerechtigkeit", echauffierte sich Kenyon.

Welche Strafe dem Klub im Falle einer Verurteilung droht, ist noch unklar. Zuletzt waren eine Innenraumsperre Mourinhos für das Viertelfinale in der "Königsklasse" gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München sowie eine Geldstrafe diskutiert worden. Einen Ausschluss der "Blues" aus dem laufenden Wettbewerb lehnten bisher alle Beteiligten als ungerechtfertigt ab.

Rijkaard nicht gut auf Mourinho zu sprechen

Rijkaard erklärte am Mittwoch, dass Mourinho und nicht der Klub bestraft werden sollte. "Er hat eine Reihe sehr ernsthafter Lügen verbreitet", sagte der Niederländer über seinen Kollegen, "und das nicht zum ersten Mal". Bayern-Manager Uli Hoeneß hingegen "hofft sehr, dass Mourinho in beiden Spielen auf der Bank sitzt. Wir wollen gegen ein Chelsea spielen, dass in bester Verfassung ist, alles andere wäre schade".

Autor: jt

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