Stress pur! Dabei hatte die Vorbereitung auf die neue Bundesligaspielzeit noch überhaupt keinen Startschuss gehört, trotzdem schnaufte SGS-Trainer Ralf Agolli unter der Woche kräftig durch.

SGS: Chojnacki und Weichelt in der Warteschleife

Kothe-Rolle vakant - zwischen Loveparade und SG-Vorbereitung

16. Juli 2007, 18:47 Uhr

Stress pur! Dabei hatte die Vorbereitung auf die neue Bundesligaspielzeit noch überhaupt keinen Startschuss gehört, trotzdem schnaufte SGS-Trainer Ralf Agolli unter der Woche kräftig durch. "Ich war in Berlin", erklärt der 43-Jährige. Dort traf er sich mit den Stadtreinigungs-Vertretern der Metropole, um sich mit ihnen über das "Stemmen" der "Loveparade" zu unterhalten, die in wenigen Wochen bekanntlich in Essen über die Bühne geht. Agolli ist in der Essener Arbeitsgruppe. "Das ist richtig heftig."

Seit Freitag-Abend (19 h) ist der Bundesligist aber auch wieder unterwegs. "Alle waren da", bilanziert Agolli das Treffen an der Ardelhütte, "nur ein lockerer Aufgalopp, wir stellten uns alle vor."[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/539-543_preview.jpeg Extraschichten für die WM: Linda Bresonik.[/imgbox]

Seit Sonntag wird hochgeschaltet. "Wir geben Gas", lautet die unerbittliche Ankündigung. Diplomsportlehrerin Annika Jaworski hat wieder ein Programm ausgeklügelt, viermal in der Woche trifft sich die Gruppe: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag. Agolli.

Schickes Vorhaben. Agolli: "Einen Laktatwerttest machen wir auch." Das ist eine Premiere beim Club. "So was kostet eine Menge Geld, überbewerten darf man das auch nicht." Wichtig ist für den zweifachen Vater, Erkenntnisse über die Kandidatinnen zu sammeln, die körperlich an die Grenzen gehen müssen, um ein bestimmtes Leistungslevel zu erreichen. "Es geht auch darum, genau dann zu bremsen." Ansonsten "sehe ich doch, wer fit ist oder wer nicht."

Nationalspielerin Linda Bresonik war dabei, auch wenn sie ihre separate "Show" durchzieht, alles fixiert auf die Weltmeisterschaft vom 10. bis 30. September in China, alles mit Nationaltrainerin Silvia Neid besprochen. Agolli: "Ich habe insgesamt an die vermehrte Eigeninitiative appelliert. Es geht darum, sich nicht permanent an die 100 Stufen im Training erinnern zu lassen, sondern diese selbst zu absolvieren."

Der jüngste Abgang aus dem Kader ist bekanntlich Mirja Kothe, deren berufliches Engagement sich mit der zeitlichen Beanspruchung für die Bundesliga nicht mehr unter einen Hut bringen ließ. "Wir konnten uns nicht anders entscheiden. Mirja versteht das auch", legt sich Agolli fest. Eine offensive Vakanz, um die sich die Verantwortlichen weiter kümmern. "Wir blicken uns schon noch um für diese Rolle", erklärt Agolli.

In der Reha bzw. im Aufbautraining tummeln sich Carina Chojnacki (Knie), Jennifer Balkenhol (Knie) und Steffi Weichelt (Fußgelenk). Während Agolli bei Balkenhol davon ausgeht, dass sie zum Trainingslager wieder einsatzfähig ist, werden Chojancki und Weichelt noch einige Zeit benötigen. Weichelt wird nach ihrer schweren Verletzung (Syndesmoseband) auch zum Bundesligastart am 19. August zuhause gegen Neuenahr passen.

Autor:

Kommentieren