Bochums Eigengewächs Onur Bulut befindet sich auf dem Sprung in die Anfangsformation.

VfL Bochum

Bulut will den Durchbruch schaffen

25. Juli 2015, 11:57 Uhr
Foto: firo

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Bochums Eigengewächs Onur Bulut befindet sich auf dem Sprung in die Anfangsformation.

Als Bochums Trainer Gertjan Verbeek am vergangenen Freitag gegen Borussia Dortmund seine erste Elf auf den Rasen des rewirpowerSTADIONs schickte, da gehörte die Nominierung von Onur Bulut zu den wenigen Überraschungen. Bulut erhielt sogar den Vorzug vor dem ebenfalls in der Vorbereitung überzeugenden Michael Gregoritsch.

Was noch erstaunlicher war: Neben Felix Bastians, Anthony Losilla und Janik Haberer spielte nur noch der 21-Jährige über die vollen 90 Minuten. Schon zuvor hatte sich angedeutet, dass Bulut zu den Gewinnern der ersten fünf Wochen gehört. Seine beiden Vorlagen im Spiel gegen den MSV Duisburg und auch sein spektakuläres Solo gegen Oberhausen rückten den Allrounder – „Außer Torwart habe ich beim VfL schon alles gespielt“ – mehr und mehr ins Rampenlicht.

Ich werde den nächsten Leistungssprung schaffen
Onur Bulut

Über den VfL Bochum berichten Günther Pohl und Marc Siekmann
Vielleicht ist die vordere Position für den Rechtsfuß die erste Option. In den bisherigen Testspielen kam er zunächst im rechten Mittelfeld, während Stefano Celozzis Ausfall wieder auf der Rechtsverteidigerposition zum Einsatz, ehe er sich auf der rechten Außenbahn zuletzt mehr und mehr aufdrängte. „Im vorletzten und letzten Jahr hatte ich eine gute Vorbereitung. Im dritten Versuch will ich nun nicht nur in den 18er Kader, sondern endlich den richtigen Durchbruch schaffen“, sagt Bulut.

Ich will mich beim VfL durchbeißen
Onur Bulut

Zwar fügt der Deutsch-Türke, der schon acht Einsätze in der türkischen U19-Nationalmannschaft zu verzeichnen hat, an: „Das entscheidet allein der Trainer“, aber kämpferisch ergänzt Bulut, dass er Verbeek die Entscheidung gegen ihn so schwer wie möglich machen wolle. Bulut strotzt vor Zuversicht, auch weil vor gut einem Jahr im Bochumer St. Josef-Hospital die Ursache gefunden wurde, warum er zweimal während eines Spiels von Schwächeanfällen heimgesucht wurde. Die Erklärung liefert Bulut: „Mein Stoffwechsel arbeitet zu gut. Deswegen sinkt mein Zuckerspiegel viel schneller. Darauf muss ich achten.“

Beim Testspiel gegen Waasland-Beveren schwächelte Bochums Nummer 25 gesundheitlich nach langer Zeit wieder, hatte dafür aber eine simple Erklärung: „In der Sonne waren es über 45 Grad. Mein Zustand war aber lange nicht so schlimm wie vor einem Jahr.“ Bulut ist froh, dass er vor gut einem Jahr den Transferbemühungen des türkischen Erstligisten Gaziantepspor nicht erlag: „Ich wollte mich beim VfL durchbeißen“, sagt Bulut. „Ein Wechsel in die Türkei wäre viel zu früh gekommen.“ Bulut, der im Sommer 2008 zum VfL Bochum kam, ist noch zwei Jahre an den Klub gebunden, und nichts spricht im Moment dafür, dass er den VfL verlässt, denn „bei uns im Team stimmt es. Ich habe richtig gute Mitspieler, da werde ich mit Sicherheit den nächsten Leistungssprung schaffen“. Nun fiebert er dem Moment entgegen, in dem Verbeek sich endgültig entscheidet, wer in Paderborn auflaufen darf – Bulut ist ganz nah dran.

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