Kaum wieder da, wird dem MSV auch gleich eine große Ehre zu Teil. Die Zebras eröffnen am Freitag, 24. Juli, die zweite Liga gegen den 1. FC Kaiserslautern.

MSV Duisburg

James Holland ist ein Kandidat

22. Juli 2015, 20:31 Uhr
Foto: Ketzer

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Kaum wieder da, wird dem MSV auch gleich eine große Ehre zu Teil. Die Zebras eröffnen am Freitag, 24. Juli, die zweite Liga gegen den 1. FC Kaiserslautern.

„Das ist ein Knaller, auf den wir uns sehr freuen“, scharrt Gino Lettieri bereits mit den Hufen. Kein Wunder, denn nach der Hölle der Drittklassigkeit stehen die Meidericher endlich wieder im Fokus der Bundesliga. Dort vertrauen die Meidericher hauptsächlich ihren Aufstiegshelden – auch weil kein Geld für namhafte Neuzugänge vorhanden ist. Mit [person=1699]Thomas Bröker[/person], [person=3782]Dustin Bomheuer [/person] sowie dem verletzten [person=2106]Andreas Wiegel [/person] können lediglich drei der acht Neuen Zweitliga-Erfahrung vorweisen. Und eine Position im zentralen Mittelfeld ist aufgrund des finanziellen Engpasses sogar noch unbesetzt.

Nach wie vor hält sich zwar Linksverteidiger [person=7244]Timo Achenbach[/person] bei den Zebras fit, an eine Verpflichtung des 32-Jährigen glaubt Lettieri allerdings nicht: „Er hilft uns, weil wir auf dieser Position nach der Verletzung von [person=3510]Dan-Patrick Poggenberg [/person] unterbesetzt sind. Aber wir suchen vorrangig eine Verstärkung für die Position des Sechsers.“

Das trifft aber auf James Holland zu. Der 26-Jährige war bei der WM 2014 in Brasilien für die australische Nationalmannschaft am Ball und hat 105 Spiele in der österreichischen Bundesliga für Austria Wien auf dem Buckel. Sollte der dringend notwendige Transfer in den nächsten Tagen eingetütet werden, warnt der Coach aber vor zu großen Hoffnungen: „Wir holen keinen Maradona. Er wird auch Zeit benötigen, sich bei uns zurecht zu finden.“

Wie bereits alle anderen Neuzugänge, die sich erst an Lettieris harte Schule gewöhnen mussten. „Aber die Lücke zwischen Neuen und Alten ist geringer geworden“, betont der Fußballlehrer: „Wir sind fit, können dagegenhalten und uns Chancen erspielen.“

Zweitliga-Debüt, aber kein Neuling

Dennoch ist nicht alles Gold, was glänzt. Das weiß auch Lettieri, für den die neue Klasse kein Neuland ist, auch wenn er erstmals als Chef in der Verantwortung steht: „Es mag sein, dass mich einige als Neuling ansehen, aber ich habe schon vor 20 Jahren neben Werner Lorant bei 1860 an der Linie gearbeitet und kenne die Klasse sehr gut. Weil ich weiß, was uns erwartet, gehe ich im Moment auch sehr kritisch mit den Spielern um.“

Defizite hat er neben der Ballbehauptung vor allem im spielerischen ausgemacht: „Wir müssen uns an das höhere Tempo und die Geschwindigkeit gewöhnen. Doch lange darf dieser Prozess nicht dauern.“

Dass der MSV in den letzten vier Jahren sein Auftaktspiel jedes Mal vergeigt hat, lässt Lettieri indes kalt: „Ich hatte auch gehört, dass wir seit Jahrzehnten nicht gegen Münster gewonnen hatten. Und? Wir haben es geschafft. Jede Serie reißt einmal.“

Am besten schon am Freitag. „Der FCK gehört klar zu den Favoriten“, meint Lettieri, schiebt aber kampflustig nach: „Das Kribbeln steigt und wir sind froh, dass wir uns mit unserem Mini-Etat mit so großen Klubs messen können. Wenn wir alles reinhauen, sind wir bestimmt nicht chancenlos.“

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