Er besitzt Kultstatus, nicht allein aufgrund seiner sportlichen Meriten. Trotz eines Bekenntnisses zum SCP wird Mo Idrissou aber künftig nicht für Münster spielen.

Preußen Münster

Idrissou dreht den Swag nicht in Münster auf

21. Juli 2015, 09:34 Uhr
Foto: firo

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Er besitzt Kultstatus, nicht allein aufgrund seiner sportlichen Meriten. Trotz eines Bekenntnisses zum SCP wird Mo Idrissou aber künftig nicht für Münster spielen.

Der noch eher kleine private Blog im sozialen Netzwerk Facebook, die Seite "Fussballer, die den Swag aufdrehen", erhält immer mehr Zuspruch. Auf amüsante Weise werden dort besonders abgedrehte modische Zuschaustellungen insbesondere von Profifußballern veröffentlicht und kommentiert. Einer der Helden der Seite: Angreifer Mo Idrissou.

Charakterlich schwierig, sportlich ohne Zweifel

Der 35-Jährige ist aber nicht nur ein Fan von ausgefallenen Klamotten, sondern auch ein Enfant terrible, auf und neben dem Platz. Nicht immer erfolgte die Trennung bei seinen schon zehn Profi-Stationen geräuschlos. Der Kameruner gilt als impulsiv und schwierig, geriet schon mit diversen abfälligen und auch homophoben Aussagen gegenüber Mannschaftskameraden und Schiedsrichtern in die Kritik. Aktuell stehen verschiedenen Berichten nach zudem unterlassene Unterhaltszahlungen für mehrere uneheliche Kinder des Stürmers im Raum. Gleichwohl wusste Idrissou in seiner beachtlichen Karriere auch immer, wo das Tor steht: 27 Treffer in 139 Bundesligaspielen und 69 Tore in 164 Zweitligapartien sprechen eine deutliche Sprache.

Im Herbst seiner Karriere hätte der Kameruner nach seinen durchaus ansprechenden Trainingsleistungen und seinem soliden Testspiel gegen Hannover 96 gerne in Münster in der 3. Liga unterschrieben - es wäre ein echter Transfercoup für die Adlerträger gewesen. Die Preußen waren ebenfalls nicht abgeneigt, doch finanziell konnte letztendlich keine Einigung erzielt werden. Der Stürmer selbst richtete per Facebook erklärende und gleichwohl warme Worte an die Anhänger des SCP: "Hallo Fans von Preußen Münster! Sehr möchte ich mich für eure Unterstützung bedanken. Das ich nicht in Münster zum Zuge gekommen bin ist sehr schade. Die Mannschaft und auch die Verantwortlichen haben mich toll aufgenommen. [...] Es ging nicht in der Verhandlung weiter, weil Preußen Münster aktuell nur einen Spieler verpflichten kann. Man war mir gegenüber sehr fair und lösungsorientiert. [...] Ich habe nicht vor, noch mal ins Ausland zu gehen. Werde für mich trainieren und die Zeit nutzen, mich um meine 'Persönlichen Angelegenheiten' zu kümmern.MO"

Kommt jetzt Özkara?

Anstelle der Verpflichtung des erfahrenen Idrissou könnte schon in den kommenden Tagen ein anderer Deal über die Bühne gehen. Nach übereinstimmenden Medienberichten wollen die Preußen nun unbedingt Cihan Özkara vom türkischen Erstligisten Salvisspor verpflichten. Der Deutsch-Türke ist in der Offensiv variabel einsetzbar und zeigt in seinen 68 Minuten Spielzeit im Testspiel gegen Hannover 96 eine gute Leistung. Mo Idrissou wird derweil an anderer Wirkungsstätte den Swag aufdrehen, aber nicht an der Hammer Straße...

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