Eigentlich sollte er nur mittrainieren. Aber verpflichtet würde er nicht, hieß es zu Beginn über Kasim Rabihic. Das hat sich geändert – zum Glück.

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Rabihic auf dem Weg zum Chef

20. Juli 2015, 19:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Eigentlich sollte er nur mittrainieren. Aber verpflichtet würde er nicht, hieß es zu Beginn über Kasim Rabihic. Das hat sich geändert – zum Glück.

Denn nach den ersten Spielen im RWE-Trikot spricht vieles dafür, dass der Bosnier eine echte Verstärkung für Rot-Weiss Essen sein wird.

Die Elf, die RWE-Trainer Jan Siewert gegen den RCD Mallorca aufstellte, konnte auf acht oder neun Positionen schon als Startelf für die Liga durchgehen. Mit dabei: Rabihic. Höchstwahrscheinlich wird er auch am 1. August gegen den SC Wiedenbrück von Beginn an zu den ersten Elf gehören.

Rabihic, der zuletzt für den TSV 1860 München II in der Regionalliga Bayern am Ball war, agierte gegen Mallorca mit großer Ruhe, ließ seine Gegenspieler immer wieder schön mit einer Drehung oder einem Haken stehen und verteilte souverän die Bälle an seine neuen Kollegen. Gerade diese Stärke an der Kugel gefällt auch dem Sportlichen Leiter Andreas Winkler, der schon bei der Verpflichtung gelobt hatte: „Kasim ist extrem ballsicher, verfügt über eine gute Übersicht und ein starkes Passspiel.“

Der 22-Jährige war nach seinem ersten Auftritt an der Hafenstraße voll des Lobes für die Fans, auch wenn beim Test vor 3000 Zuschauern noch für Essener Verhältnisse wenig los war. „Die Stimmung war sehr schön. Zwar war nicht so viel los, wie in der Saison, aber ich habe mich wohl gefühlt mit der Mannschaft, mit den Fans“, sagte Rabihic.

Dass er in den Vorbereitungsspielen schon mehrfach die Kapitänsbinde tragen durfte, ehrt Rabihic. „Es ist ein ganz gutes Gefühl, das Vertrauen vom Trainer zu erhalten. Ich versuche mich in meiner Rolle so gut wie möglich in die Mannschaft einzuleben“, erklärt er. Am Mikrofon wirkt der neue Sechser eher zurückhaltend und vorsichtig, auf dem Platz ist er aber schon nach wenigen Wochen auf dem besten Wege zum Chef – oder wenigstens zu einem echten Führungsspieler im neuen Kader.

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