Gino Windmüller ist der prominenteste Name unter den bislang elf Neuzugängen von Rot-Weiss Essen.

RWE

"Siewert kann uns richtig weiterbringen"

16. Juli 2015, 09:37 Uhr
Foto: Tillmann

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Gino Windmüller ist der prominenteste Name unter den bislang elf Neuzugängen von Rot-Weiss Essen.

Der 26-jährige Abwehrhüne (1,93 Meter) spielte zuletzt zwei Jahre lang in der 3. Liga für den SSV Jahn Regensburg. Nach dem Abstieg des SSV spielt er nun für Essen und sorgt dafür, dass der Konkurrenzkampf in der Defensive größer ist denn je. Aktuell absolviert Rot-Weiss Essen ein Trainingslager in Wesendorf. RevierSport erreichte Windmüller dort per Telefon und sprach mit ihm über große Kulissen, die Dreierkette und seinen neuen Trainer.

Gino Windmüller, entstammen Sie einer fußballverrückten Familie?
Das kann man so sagen. Meine Schwester Nina spielt auch Fußball und generell wird bei uns viel Fußball geschaut. Für mich war es schon als kleiner Junge ein Traum, Fußballer zu werden. Das geht denke ich vielen Jungs so. Es war nicht immer klar, dass es in die Richtung gehen würde, aber es hat sich eben so ergeben.

Haben Sie Vorbilder?
Mein Vorbild war immer Zinedine Zidane – auch wenn das nicht ganz zu meiner Position passt (lacht).

Ich hoffe, dass es eine geile Saison für uns wird
Gino Windmüller

Sie haben zuletzt für Jahn Regensburg in der 3. Liga gespielt. Auch dort kommen im Schnitt ein paar tausend Zuschauer zu den Spielen. Sind große Kulissen für Sie schon Alltag?
Regensburg hatte zwar auch einige Spiele vor vielen Zuschauern, aber ich gehe davon aus, dass Essen noch einmal eine andere Hausnummer wird. Zu meiner Zeit in Bergisch Gladbach habe ich schon einmal in Essen gespielt. Das war leider nicht so erfolgreich für mich. Jetzt freue ich mich auf die Kulisse und hoffe, dass es eine geile Saison für uns wird.

Ihr ehemaliger Mannschaftskollege Mario Neunaber hat vor einem Jahr ebenfalls den Weg von Regensburg an die Hafenstraße angetreten. Haben Sie vor Ihrem Wechsel mit ihm gesprochen?
Wenn man die Möglichkeit hat, sich zu informieren, dann macht man das. Mario hat mir gesagt, dass RWE ein toller Verein ist. Wenn man die Möglichkeit hat, hier hin zu wechseln, sollte man sie nutzen.

Sie kommen ursprünglich aus Bergisch Gladbach. Werden Sie dort wohnen, während Sie in Essen spielen?
Nein, ich werde nach Essen ziehen. Ich bin kurz davor, dass es mit einer Wohnung klappt. Ich finde, man kann den Trainingsalltag im Verein nicht professionell leben, wenn man täglich über die A3 zum Training fahren muss.

Sie sind vielseitig einsetzbar, in erster Linie aber Innenverteidiger. Wurden Sie für die Abwehrzentrale geholt?
Es war in den Gesprächen ein Thema, dass ich die Möglichkeit habe, auch woanders zu spielen. Ich denke, das ist eine Stärke von mir. Generell fühle ich mich aber als Innenverteidiger.

Welche Stärken haben Sie noch?
Gerade im Kopfballspiel bin ich ganz gut – defensiv wie offensiv. Das habe ich schon in der Vergangenheit bewiesen. Ich glaube, mein Spielaufbau ist auch nicht ganz so schlecht.

Glauben Sie, dass die Innenverteidigung die am stärksten besetzte Position im RWE-Kader ist?
Wir sind da mit Sicherheit sehr stark besetzt. Da sind viele gute Jungs und es herrscht ein super Konkurrenzkampf. Die Dreierkette wäre sicher eine gute Möglichkeit, um dort viel Qualität auf den Platz zu bringen. Am Ende entscheidet aber die Leistung, wer sich durchsetzt.

RWE hat in der Vorbereitung sowohl mit einer Vierer- als auch einer Dreierkette gespielt. Wo sehen Sie Vor- und Nachteile?
Ich halte es für wichtig, dass man sich im Spiel drauf einstellen kann und die Möglichkeit hat, umzustellen. Der Trainer will uns zeigen, dass wir beides spielen können und das hat gut funktioniert. Die Viererkette ist für alle gewohnt, das kann jeder. Aber alle Spieler im Kader haben die Qualität, mitzudenken. Das ist das Entscheidende, um auch die Dreierkette spielen zu können. Schauen wir mal, wie wir das in der Saison spielen werden.

Der Altersunterschied zwischen Ihnen und Ihrem neuen Coach ist nicht so groß. Ist das ungewohnt?
Ich hatte auch in Regensburg nicht die ältesten Trainer. Ich finde, Alter und Erfahrung sind nicht das Entscheidende für einen Trainer. Wichtig ist, dass er Autorität ausstrahlt, Fachwissen mitbringt und dieses auch vermitteln kann. Ich glaube, Jan Siewert kann uns richtig weiterbringen.

Was wollen Sie mit RWE erreichen?
Ich möchte vor allem viel spielen – und natürlich erfolgreich sein.

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