Nach dem Durchmarsch von der Kreisliga B in die Bezirksliga soll nun nach Möglichkeit auch der nächste Coup folgen: Der Aufstieg in die Landesliga bleibt das erklärte Ziel von BV Herne-Süd. Trainer Ralf Schulz hat sich für die Erfüllung dieser Mission erneut einen tatkräftigen Kader zusammengestellt und kann, wie schon in der Vergangenheit, auf eine sehr erfahrene und starke Mannschaft bauen. In einem ersten Testspiel wurde bereits der Landesligist Erler SV 08 mit 2:0 abserviert und auch im Duell gegen die weiteren höherklassigen Teams wie der VfB Speldorf und SC Westfalia Herne möchten sich die Süder nicht verstecken. Bis zum August wird dann wohl jeder wissen, dass auch dieses Jahr mit dem BV Herne-Süd zu rechnen ist. [i]Der Teamcheck[/i]

Bezirksliga 13: Teamcheck BV Herne-Süd

Fortsetzung soll folgen: Das Ziel bleibt die Landesliga

Desirée Kraczyk
15. Juli 2007, 21:25 Uhr

Nach dem Durchmarsch von der Kreisliga B in die Bezirksliga soll nun nach Möglichkeit auch der nächste Coup folgen: Der Aufstieg in die Landesliga bleibt das erklärte Ziel von BV Herne-Süd. Trainer Ralf Schulz hat sich für die Erfüllung dieser Mission erneut einen tatkräftigen Kader zusammengestellt und kann, wie schon in der Vergangenheit, auf eine sehr erfahrene und starke Mannschaft bauen. In einem ersten Testspiel wurde bereits der Landesligist Erler SV 08 mit 2:0 abserviert und auch im Duell gegen die weiteren höherklassigen Teams wie der VfB Speldorf und SC Westfalia Herne möchten sich die Süder nicht verstecken. Bis zum August wird dann wohl jeder wissen, dass auch dieses Jahr mit dem BV Herne-Süd zu rechnen ist. [i]Der Teamcheck[/i]

Torwart: Stammkeeper Mirko Erlkamp wurde letztes Jahr vom DSC Wanne-Eickel verpflichtet und konnte bereits seine Qualitäten unter Beweis stellen. „Mirko spielt den zweiten Libero. Er ist unglaublich reaktionsstark. Ihn zeichnet besonders aus, dass er nicht nur halten, sondern auch Fußball spielen kann,“ lobt Schulz den 23-Jährigen. Als adäquater Ersatz steht Nico Quindt bereit. Der 21-Jährige hat viel Talent vorzuweisen und soll ordentlich Druck ausüben.[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/143-1158_preview.jpeg Der Top-Torjäger: Mohamed Dafoune.[/imgbox]

Abwehr: Robert Ayensu-Ayisi, aus seinen Zeiten bei Westfalia Herne und TuS Hordel bestens bekannt, wird erneut die Rolle des Liberos übernehmen. „Mit seinen 39 Jahren ist er immer noch sehr stark und auf keinen Fall zu unterschätzen“, erklärt Schulz. Ein weiterer Kandidat für die Libero-Position ist der von der A-Jugend aufgerückte Chris Eitner.

Bei den Manndeckern hebt der BV-Coach Thomas Wienroth und Maik Wandt hervor: „Jeder Verbandligist könnte die beiden überragenden Spieler gut gebrauchen. Wenn sie sich nicht verletzen kann uns nichts passieren.“

Mittelfeld: Mit André Dohm haben die Süder einen Freistoß-Spezialisten der „von zehn Freistößen sechs reinhaut“ (Schulz). Hervorgehoben werden muss hier alerdings besonders Adrian Czyczson, der bereits für Schwarz-Weiß Essen aufgelaufen ist. „Adrian ist unser stärkster Spieler. Er gibt nie auf und er hat eine Lunge ohne Ende.“ Der 21-jährige Neuzugang Marvin Scheer, der wie fast alle im Team ebenso eine Ausbildung bei Westfalia Herne genoss, soll auf der rechten Seite defensiv spielen. Dennis Naujoks wird dieses Jahr an den 24 Toren ,die er zuletzt für Union Bergen geschossen hat, gemessen. „Konditionell hat er noch Probleme, vielleicht ist er das harte Training nicht gewohnt. Aber daran arbeiten wir“, erklärt Trainer Schulz.

Angriff: Die Neuzugänge Jörg Kostrzewa und André Degenhardt haben bereits gegen Erle gezeigt, dass sie Mohamed Dafoune unter Druck setzen werden. „Sie sind gerannt wie die Wilden. Wer spielen will muss Gas geben. Konkurrenz belebt das Geschäft“, freut sich Schulz.

Die Außenstürmer Maik Stocker und Christian Pflüger sind für das Bezirksliga-Niveau zwei weitere überragende Leistungsträger.

Saisonziel: „Für den Verein BV Herne-Süd bleibt die Landesliga das erklärte Ziel. Wir wollen wieder alles gewinnen, müssen aber realistisch bleiben. In der Bezirksliga gibt es viele gute Fußballer“, erklärt Schulz. Am Ende der Saison will sich der Aufsteiger innerhalb der Plätze eins bis fünf bewegen. Für die schärfsten Konkurrenten interessiert sich der Meister-Coach herzlich wenig: „Mir ist egal wer oben spielt, wir wollen dominieren.“

Verein:

Platzanlage: Seit Oktober 2005 ist der Verein von der Bergstraße stolzer Besitzer einer Kunstrasenanlage. Als Ausweichmöglichkeit steht noch ein kleiner Aschenplatz zur Verfügung. Ein Beachvolleyball-Feld komplettiert die Anlage.

Jugend: In insgesamt 13 Jugendmannschaften soll der Nachwuchs zum Zug kommen. „Vor allem die A-Jugend muss gezielt gefördert und kontinuierlich aufgebaut werden. Das Format muss stimmen damit wir dann auch die Früchte ernten können.“ Das hier noch etwas Nachholbedarf besteht zeigt sich daran, dass in dieser Saison lediglich Chris Eitner aus den eigenen Reihen aufgerückt ist.

Mitglieder: Die Anzahl der Mitglieder schätzt der Vorsitzende Uwe Ronger auf etwa 200.

Fieberkurve: Ralf Schulz übernahm die Verantwortung für Herne-Süd bereits in der Kreisliga B. „Zu diesem Zeitpunkt war es nicht unbedingt mein Wunsch, aber meine Frau hat mich schließlich überzeugt. Ich kann auf die Unterstützung seitens des Vorstands bauen, der die Jungs auch teilweise beruflich absichert.“ Nach vier Jahren gelang schließlich der Aufstieg in die Kreisliga A und nun der Durchmarsch in die Bezirksliga. „Ein dritter Aufstieg in Folge wäre sicherlich für Herne einmalig.“

Autor: Desirée Kraczyk

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