Dimitrios Pappas kann auf eine bewegte Karriere zurückblicken. Der mittlerweile 35-jährige Grieche wuchs in Deutschland auf begann bei TuS Plettenberg das Fußballspielen

SpVgg Erkenschwick

Pappas hat sein neues Wohnzimmer

Miguel Thome
13. Juli 2015, 08:54 Uhr
Foto: Tillmann

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Dimitrios Pappas kann auf eine bewegte Karriere zurückblicken. Der mittlerweile 35-jährige Grieche wuchs in Deutschland auf begann bei TuS Plettenberg das Fußballspielen

Über mehrere unterklassige Stationen führte ihn sein Weg 2005 zu Rot-Weiss Essen, wo er sich allerdings nicht durchsetzen und nur einen Kurzeinsatz in der damals noch drittklassigen Regionalliga verbuchen konnte. Es folgte die Sahne-Zeit in der Karriere von Pappas. Mit RW Oberhausen ging es bis in die 2. Bundesliga. Auf- und Abstiege prägten dort das Bild bei der berühmten Malocher-Truppe.

Mit Velbert stieg [person=1375]Pappas [/person]letzte Saison wieder in die Regionalliga auf, es war sein sechster Aufstieg, ein Spitzenwert. Dennoch verließ er Velbert im Sommer in Richtung SpVgg Erkenschwick, mit denen er kommende Saison in der Oberliga Westfalen als Rechts- oder Innenverteidiger auflaufen wird. „Ich kann beide Positionen bekleiden, also spiele ich da, wo der Trainer mich braucht“, stellt sich der Routinier ganz in den Dienst der Mannschaft.

Angesprochen auf die Gründe für den Wechsel im Sommer kann Pappas die Enttäuschung nicht ganz verbergen. „Man hat mit mir in einer anderen Position geplant als nur als Spieler“. Die geplante Position bezeichnet er als „Misch-Masch“ zwischen Spielertrainer und Spieler, die Unzufriedenheit darüber ist nicht zu überhören: „Die ganz klare Position war nicht da, es hat alles nicht so gepasst."

Nach Erkenschwick ist er dann vor allem wegen der Nähe zu Wohnort und Arbeitsstätte gewechselt, heimisch fühlt er sich bereits. „Ich habe mein neues Wohnzimmer hier. Die Jungs haben mich toll aufgenommen, wir spielen einen ordentlichen Ball und es macht einfach Spaß“, freut sich Pappas, der trotz seines reifen Alters noch nicht ans Aufhören denken möchte.

In Erkenschwick wollen sie alle in die Spitzengruppe der Oberliga Westfalen, vom Aufstieg spricht aber noch niemand. Letztes Jahr gelang Pappas der Aufstieg aus der Oberliga mit Velbert, von daher weiß der Routinier genau, was es dazu braucht. Nämlich vor allem eine gute Portion Gelassenheit. „Wir wollten damals Erster bis Dritter werden und der Anfang war dann nicht so gut. Von daher ist das immer komisch, wenn man sowas planen will. Es ist immer besser, wenn man abwartet, von daher gibt es keine konkrete Zielsetzung. Aber wir wollen natürlich oben mitspielen!" Und wer weiß, wer einen Pappas im Kader hat, der steigt am Ende der Saison auch mal auf. Es wäre dann der 7. Streich des Griechen...

Autor: Miguel Thome

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