Im Aufeinandertreffen des Oberligisten SpVgg Erkenschwick und des frisch gebackenen Regionalligisten SSVg Velbert behielt der klassenhöhere Favorit die Oberhand.

Erkenschwick - Velbert

Sechs Tore, heißes Testduell

Miguel Thome
12. Juli 2015, 18:06 Uhr
Foto: Tillmann

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Im Aufeinandertreffen des Oberligisten SpVgg Erkenschwick und des frisch gebackenen Regionalligisten SSVg Velbert behielt der klassenhöhere Favorit die Oberhand.

In einer höhepunktreichen Partie mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten konnten sich die Velberter nach starker erster Halbzeit mit 4:2 (3:0) durchsetzen. Der Regionalliga-Aufsteiger übernahm von Anfang an die Spielkontrolle und erzielte früh die logische 1:0-Führung durch den sehr auffälligen [person=2156]Hüzeyfe Dogan[/person] (12.). Nur drei Zeigerumdrehungen später erhöhte [person=10077]Philipp Schmidt[/person] auf 2:0 für die Gäste. Im Folgenden war Velbert klar überlegen und hatte einige hochkarätige Torgelegenheiten. Bis zum Halbzeitpfiff konnte allerdings nur noch [person=5822]Tim Winking[/person] treffen, der nach einem Latten-Kopfball von Schmidt goldrichtig stand und zum 3:0-Halbzeitstand abstaubte (28.). Unter anderem verschoss [person=3978]David Müller[/person] einen zumindest kritisch zu bewertenden Strafstoß (41.), [person=24921]Tim Oberwahrenbrock[/person] im Kasten der Gastgeber parierte gleich zweimal glänzend.

In der Halbzeit rotierten beide Trainer mächtig durch, auf Seiten der Gastgeber kamen vier neue Spieler in die Partie, Velberts Trainer André Pawlak schickte gleich sieben neue Akteure ins Rennen. Dies unterbrach zunächst den gewohnten Spielfluss und das hohe Tempo der ersten Halbzeit, die Erkenschwicker kamen besser in die Partie und erzielten folgerichtig das 1:3 durch den starken Neuzugang [person=8815]Arda Nebi[/person] (70.). Eine Fehlerkette auf Seiten der Gastgeber führte aber dazu, dass Velbert den alten Abstand wiederherstellte. Ein Befreiungsschlag mutierte zur Vorbereitung für Mohamed Sealiti, der den zögernden Oberwahrenbrock ausspielte und locker einschob (75.).

Zehn Minuten vor Schluss durfte sogar [person=3902]Stefan Oerterer[/person] noch sein Tor schießen, der Schiedsrichter unterband dabei das Foulspiel an Keeper [person=20266]Philipp Sprenger[/person] nicht. Oerterer war an nahezu jedem Angriff Erkenschwicks beteiligt und sorgte gerade in der zweiten Halbzeit für Aufregung, als er nach einer vergebenen Torchance gefrustet die Eckfahne zertrümmerte. "Er hat sich unheimlich viel vorgenommen und als der Ball auf der Linie gerettet wurde, hat er sich mächtig geärgert. Gut, dass ich nicht in der Nähe war", scherzte Erkenschwicks Cheftrainer Magnus Niemöller nach dem Spiel.

"Verdiente Niederlage, ganz klar", sah Niemöller nach dem Spiel ein, aber unzufrieden mit der Leistung seines Teams war er trotzdem nicht. "Die erste Halbzeit war zwar 0:3, aber wir hatten viele Abschlüsse. Und die zweite Halbzeit haben wir 2:1 gewonnen, das ist ganz gut, denn wir hatten die Vielzahl an Tormöglichkeiten. Wir hätten es vielleicht sogar noch etwas besser gestalten können am Ende, aber letztendlich war es verdient für Velbert", resümierte der Trainer.

Zufrieden war auch André Pawlak auf der Gegenseite, der genauso wie sein Kollege zwei verschieden Halbzeiten gesehen hat. "Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, gerade bei einer Mannschaft, die Ambitionen hat, nächstes Jahr um den Aufstieg mitzuspielen. Die erstere Halbzeit war sicherlich die bessere Halbzeit, ganz klar." Zwar sieht er noch Verbesserungsbedarf in der Rückwärtsbewegung, verweist aber auf den Trainingsstand, der sich in der frühen Phase der Vorbereitung vor allem auf die Fitness konzentriert. "Wir wollen nicht nur irgendwie mitspielen und uns freuen, dass wir gegen Essen und Aachen spielen dürfen, sondern möglichst schnell 40 Punkte holen und für die ein oder andere Überraschung sorgen", blickt Pawlak kämpferisch auf die kommende Regionalliga-Saison.

Autor: Miguel Thome

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