Es wirkte beinahe so, als wäre Ercan Aydogmus bereits seit Jahren ein fester Bestandteil des Kaders vom Wuppertaler SV.

Wuppertaler SV

Aydogmus fühlt sich heimisch

Nils Jewko
09. Juli 2015, 10:35 Uhr
Foto: Tillmann

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Es wirkte beinahe so, als wäre Ercan Aydogmus bereits seit Jahren ein fester Bestandteil des Kaders vom Wuppertaler SV.

Mit einem kleinen Willkommensgeschenk spazierte [person=2319]Ercan Aydogmus[/person] über den Sportplatz an der Oberbergischen Straße. Im Fußball mittlerweile Usus, wenn ein Neuzugang vor seinem ersten Spiel im Trikot des neuen Arbeitgebers steht. Neu oder gar fremd ist für den Stürmer, der vom Drittligisten Fortuna Köln zum Wuppertaler SV wechselte, nach rund einer Woche beim Oberligisten aber längst nichts mehr. „Das ist eine junge Truppe, aus der ich mit den Gataric-Brüdern oder Marvin Ellmann bereits einige Spieler vor meinem Wechsel kannte. Die Jungs haben mich aber alle super aufgenommen und ich habe mich direkt wie zu Hause gefühlt“, berichtete Aydogmus am Rande des [URL=http://www.reviersport.de/308661---wuppertaler-sv-souveraener-sieg-ersten-test.html]3:0-Sieges im ersten Testspiel gegen den SV Jägerhaus-Linde[/url].

Warum die Verantwortlichen des WSV den 35-Jährigen aus dem Rhein- in das Bergische Land holten, machte der Offensivmann mit den langen Haaren in seinem Einsatz über 45 Minuten direkt deutlich. Aydogmus kann Zuspiele behaupten, ist mit knapp 1,90 Metern groß gewachsen und weiß nur zu gut, wo das Tor steht. In der insgesamt sehr jungen Mannschaft der Wuppertaler hat der Knipser für Trainer Stefan Vollmerhausen allerdings noch eine weitere wichtige Funktion – und zwar die des Führungsspielers. „Ercan ist ein positiver Typ mit viel Erfahrung. Gleich an den ersten Tagen hat man gesehen, dass er dem Team guttut und, dass er körperlich längst nicht 35 Jahre alt ist. Er ist voll im Saft“, betonte der Linienchef nach dem Spiel.

Für Aydogmus steht neben dem Fußball mittlerweile aber auch die Zeit nach seiner aktiven Karriere im Vordergrund. „Ich bin langsam in einem Alter, wo ich beruflich Fuß fassen muss. Der WSV will mir in diesem Bereich in den kommenden Wochen eine Perspektive bieten“, erklärte der Torjäger, der daher Angebote aus der Regionalliga ablehnte. „Es gab beispielsweise Gespräche mit Hessen Kassel oder Trier.“

Persönliche Ziele auf dem Platz stellt Aydogmus mit Blick auf die neue Spielzeit dagegen hinten an: „Es wird sicher eine schwere Saison für uns. Wichtig ist, dass wir als Einheit auftreten und jeder bis an seine Grenzen geht. Gelingt uns das, werden wir am Ende weit oben stehen.“ Vielleicht erhält er nach dem letzten Spieltag dann noch ein weiteres Geschenk – als bester Torschütze der Liga.

Autor: Nils Jewko

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