Wenn ein neuer Trainer kommt, dann wird oft vieles verändert. So auch beim BVB, der hinter den Kulissen mächtig umräumt.

Borussia Dortmund

Der BVB wird einmal auf Links gekrempelt

09. Juli 2015, 09:07 Uhr
Foto: firo

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Wenn ein neuer Trainer kommt, dann wird oft vieles verändert. So auch beim BVB, der hinter den Kulissen mächtig umräumt.

Eine Neuerung - die allerdings weniger mit Neu-Trainer Thomas Tuchel zusammenhängt - ist die Asien-Reise der Dortmunder. In Sachen Marketing strebt der BVB eine Osterweiterung an und präsentiert sich daher aktuell in der Sommervorbereitung in Japan, Singapur und Malaysia. Und während die Mannschaft in Asien neue Fans und damit einen neuen Absatzmarkt rekrutiert, wird zu Hause hinter den Kulissen ebenfalls ein wenig umgeräumt.

So ist Dolmetscher Massimo Mariotti nicht mit auf Reisen gegangen. Der Schweizer, der zur Saison 2013/14 aus dem Jugendbereich des Klubs als Übersetzer zu den Profis kam, wird künftig im Scouting des BVB arbeiten. Das hat vor allem damit zu tun, dass Sportidrektor Michael Zorc die ausländischen Spieler mehr in die Pflicht nehmen möchte, besser und vor allem schneller Deutsch zu lernen.

Denn sonst fällt den Profis die Integration immer schwerer. [person=24486]Ciro Immobile[/person] beschwerte sich vor wenigen Monaten sogar, dass niemand mit ihm sprechen würde und er sich alleine fühle. Mit etwas Eigeninitiative in Sachen Deutsch lernen wäre das vielleicht anders gewesen. Immerhin kann dem Italiener noch zugute gehalten werden, dass er erst seit einem Jahr beim BVB ist. Bei seinem (Noch-)Teamkollegen Sokratis ist auch nach fünf Jahren keine Besserung in Sicht. Auch wenn er vielleicht den einen oder anderen Satz sagen könnte. Der Grieche ist viel zu bequem und bedient sich lieber des Dolmetschers. Ähnlich ist es bei Kagawa. In Gesprächen ist deutlich zu merken, dass der Japaner die Fragen versteht, die ihm gestellt werden. Doch die Antwort muss Jumpei Yamamori dann immer übersetzen.

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Nun ist vor allem die Italien/Frankreich-Fraktion um Immobile, Henrikh Mkhitaryan und Pierre-Emerick Aubameyang und Sokratis gezwungen, sich mit ihrer neuen Heimat auseinanderzusetzen, was dem Mannschaftsgefüge nur entgegenkommen kann.

Doch damit sind die Umbauarbeiten noch nicht abgeschlossen. Auch das Catering ändert sich beim BVB in der neuen Saison. Viele Jahre bekochte Toni Pace die Dortmunder. Damit ist für den 51-Jährigen, der in Löttringhausen "Toni's Ristorante" führt, jetzt Schluss. Stattdessen werden die Spieler vom Koch des Jugendhauses bekocht - in enger Absprache mit dem Athletiktrainer Rainer Schrey.

Ein ähnliches Schicksal ereilte Apotheker Markus Mießner, der die BVB-Profis in den letzten zwei Jahren mit Medikamenten und Verbandszeug versorgte. Der Vertrag lief Ende Juni aus, jetzt soll die medizinische Versorgung wohl über das Internet laufen.

Unter dem neuen Coach wird in Dortmund also nicht nur sportlich vieles erneuert. Beim BVB steht eben ein Neuanfang an und der muss auch hinter den Kulissen mitgetragen werden.

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