Unser dritter Tagebuch-Eintrag aus dem Trainingslager in Velden steht unter der Überschrift

Schalke

Trainingslager-Tagebuch, Tag 3

08. Juli 2015, 18:17 Uhr
Foto: Redemann

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Unser dritter Tagebuch-Eintrag aus dem Trainingslager in Velden steht unter der Überschrift "Günstig gelegen".

Wie gestern schon berichtet, widersetzt sich RevierSport ein bisschen dem Veldener Glamour und haut sich hier nicht für 20 Euro die feinsten Köstlichkeiten hinter den Gaumen, sondern einen Döner für 3,90. Mehr würde unsere knappe Reisekasse auch gar nicht zulassen.

Ganz bodenständig sind wir auch untergebracht, nämlich in der Frühstückspension "Urania" (der Autor setzt im Scherz auch mal ein "Lütgendortmund" hinzu). Für 46 Euro pro Nacht bekommen wir in unserer Zehn-Quadratmeter-Bude alles, was wir brauchen und morgens ein Frühstück, das keine Wünsche offen lässt.

Eine Entschuldigung von der Wirtin - sonst kommt man ja gar nicht raus!

Charmant ist die Unterbringung im Privatquartier aber aus anderen Gründen. Hier menschelts noch! Egal, wann wir kommen und gehen, ein kleiner Plausch mit der rüstigen Hausherrin Erni oder Nicole, sowas wie die Managerin des Ladens, muss immer sein. Während wir kräftig Werbung für den FC Schalke machen ("Gehen sie mal hoch zum Sportplatz, da ist richtig was los! Aber Fans und Trainer sind total volksnah."), bekommen wir umgekehrt sogar ein bisschen Mitgefühl: "Wie? Sie müssen jeden Tag arbeiten und haben gar keine Zeit etwas zu unternehmen?" Nein, bisher war wenig Luft für sowas... Nicole bedauert uns sogar so sehr, dass sie uns schon am ersten Tag angeboten hat, mal eine Entschuldigung zu schreiben. Mal sehen - wenn wir die Faxen dicke haben, dann machen wir vielleicht wirklich mal 'nen halben Tag blau. Aber natürlich nur, wenn Horst Heldt oder S04-Pressesprecher Thomas Spiegel es genehmigen.

Solange erfreuen wir uns an unserem Zimmerchen im zweiten Obergeschoss, das nicht nur günstig, sondern vor allem günstig gelegen ist. Die Wege sind für uns geradezu lächerlich kurz. Mit dem Fahrrad benötigen wir bis zum Trainingsplatz zwei Minuten, zurück geht es bergab noch etwas schneller. In der gleichen Zeit sind wir zu Fuß bei den Schalkern im Schlosshotel, wo wir quasi hinspucken könnten (machen wir natürlich nicht!). So durften wir am Dienstagabend einen klitzekleinen, logistischen Triumph feiern. Dort, wo die Kollegen von der Bild-Zeitung parken, wenn sie einen Interview-Termin haben, da wohnen wir! Es müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn sich die Zeit, die wir so sparen, nicht noch irgendwie am schönen Wörthersee wieder "investieren" ließe...

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