Landesliga-Absteiger VfB Bottrop hat auf den personellen Aderlass reagiert.

Bottrop

Sechs Neue - VfB rüstet sich für die Bezirksliga

RS
07. Juli 2015, 09:07 Uhr
Foto: Neumann

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Landesliga-Absteiger VfB Bottrop hat auf den personellen Aderlass reagiert.

Nach den bereits länger feststehenden Verpflichtungen von Samuel Kahnert und Jan-Hendrik Kania (beide vom SV Rhenania Bottrop) konnte weiterer Vollzug in Sachen Neuverpflichtung vermelden werden. Dabei verstärkt gleich ein halbes Dutzend neuer Spieler den Kader der Bottroper, die in der Spielzeit 2015/16 in der Bezirksliga auf Punktejagd gehen werden. "Stand jetzt haben wir eine ordentliche Mannschaft beisammen. An einzelnen Positionen werden wir aber noch nachbessern", kündigt VfB-Trainer Mevlüt Ata weitere Neuzugänge an.

In der vergangenen Woche unterschrieben haben Ziad El Kabbout (Teutonia Schalke), Dennis Hiddemann (Hobbyliga Bottrop), Marcel Dibowski (Dostlukspor Bottrop), Hadi Didar (VfB Speldorf II) und Cem Sakiz (eigene A-Jugend). Auch neu dabei ist Laszlo Szalkai: Der Serbe, aktuell noch Student, spielte während seines Auslandsemesters in der serbischen 4. Liga bei einem Klub aus Novi Sad (zweitgrößte Stadt des Landes). Nicht minder erfolgreich, wie Ata verriet: "Sie haben den Aufstieg geschafft, auch deshalb wollte der Klub Laszlo gerne behalten. Umso schöner, dass er sich nun für uns entschieden hat."

Insgesamt wähnen sich die Schwarz-Weißen aus dem Bottroper Jahnstadion mittlerweile auf einem guten Weg, wenngleich eine klare Zielsetzung bislang ausblieb. "Wir wollen uns keinen Druck auferlegen. Dazu ist allen bewusst, dass der sofortige Wiederaufstieg eine bloße Träumerei bleibt. Dazu ist die Konkurrenz qualitativ viel zu stark. Wir müssen an uns selbst arbeiten, der Verein muss auf nachhaltigen Erfolg ausgerichtet werden."

Hochkarätige Verpflichtungen dürfen somit im Lager des Bezirksligisten auch weiterhin nicht erwartet werden. Ohnehin sei man kaum angetan von der Zahlung "beachtlicher Beträge an einzelne Spieler. Der Amateursport ist vom Geld verseucht. Es wird immer schwerer, Jungs zu finden, die einfach nur Bock auf Fußball haben. Und das, obwohl wir auch in der Landesliga die wohl mit Abstand beste Anlage vorweisen konnten. Wir verfügen über ein Stadion, in welchem regelmäßig Regionalliga gespielt wird. Dazu das neue Vereinsheim und der Kunstrasenplatz, der pünktlich zur kommenden Saison fertig ist", erklärt Ata.

Im Bottroper Jahnstadion soll künftig wieder der ehrliche Fußball regieren und nicht, wie auf einigen anderen Plätzen, das Geld. Ata: "Wir wollen einfach wieder Spaß an unserem geliebten Hobby haben."

Autor: RS

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