Der siebte Versuch der „Auf Asche“-Topelf, Rot-Weiss Essen zu Fall zu bringen, endete mit der fünften Niederlage. Das Ergebnis war aber denkbar knapp.

Auf Asche

Amateure machen RWE das Leben schwer

03. Juli 2015, 23:21 Uhr
Foto: Tillmann

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Der siebte Versuch der „Auf Asche“-Topelf, Rot-Weiss Essen zu Fall zu bringen, endete mit der fünften Niederlage. Das Ergebnis war aber denkbar knapp.

Lediglich mit 1:0 (1:0) konnte sich der Favorit aus der Regionalliga gegen den Zusammenschluss der besten Essener Amateurfußballer durchsetzen. Das entscheidende Tor des Tages erzielte [person=4140]Tobias Steffen[/person] nach Vorarbeit von [person=2063]Marcel Platzek[/person] in der 32. Spielminute. Auch die neueste Auflage des Duells David gegen Goliath kann als voller Erfolg bezeichnet werden. 2.700 Zuschauer kamen an der Bäuminghausstraße voll auf ihre Kosten, obwohl der Ball nur einmal den Weg ins Tor fand.

Dirk Tönnies, Trainer des Landesligaaufsteigers SpVg Schonnebeck betreute in diesem Jahr die „Auf Asche“-Auswahl und war zufrieden mit der Vorstellung seiner Elf: „Die Mannschaft hat den Essener Amateurfußball toll vertreten. Wir haben uns vor allem in der ersten Hälfte hervorragend verkauft und kaum Chancen zugelassen. Nach der Pause wurde RWE immer stärker und hätte noch das eine oder andere Tor erzielen können. Insgesamt war es eine super Sache für alle Beteiligten. Vor so einer Kulisse spielt man als Amateurfußballer nicht alle Tage.“

[infobox-right]RWE 1. Hälfte: Heller – Al Khalaf, Zeiger, Windmüller, Cokkosan – Grebe, Baier – Arenz, Jesic, Steffen – Platzek.
RWE 2. Hälfte: Gubini – Obst, Binder, Weber, Huckle – Rabihic – Studtrucker (55. Jesic), Grund – Cekic – Soukou, Behrens.
Auf Asche: Lafelder (46. Glenz) – Patelschik, Bartsch, Bloch, Kirschstein (61. Zweck) – Dutschke (75. Piontek), Reichhardt – Cinar (46. Arogundade), Brings (46. Gräfler), Naoumov (46. Walter) – Enger (46. Scheider).[/infobox]Auf Seiten von RWE hatte Stefan Lorenz an diesem Tag das Sagen, denn Cheftrainer Jan Siewert war verhindert. Der Grund seines Ausfalls war ein angenehmer: Er und seine Lebensgefährtin gaben sich in Koblenz das Ja-Wort. Beinahe hätte dies zur kuriosen Situation geführt, dass Lorenz gleich beide Mannschaften zu trainieren hätte, denn im Voting für den Trainer der Auf-Asche-Elf lag Lorenz, der in der vergangenen Saison noch den TuS Essen-West 81 trainierte, nur knapp hinter Tönnies. „Wir haben schon deswegen geklönt“, verriet Lorenz. „Dirk hat es aber absolut verdient, diese Elf zu trainieren. Vielleicht war es Schicksal, dass ich nur auf Platz zwei gelandet bin, schließlich habe ich jetzt eine neue Aufgabe.“

Der Co-Trainer von Rot-Weiss zeigte sich erfreut darüber, wie das Team nach den kraftraubenden Einheiten der letzten Tage auftrat und auch das neueste System-Experiment (RWE probierte ein 4-4-2 mit Raute aus) annahm, lobte aber auch den Gegner: „Man muss ihnen ein Kompliment machen, sie haben sehr gut verteidigt. Die können alle Fußball spielen und sich auch taktisch gut geschult.“

Bei RWE fehlte [person=12310]Niclas Heimann[/person] verletzt (Probleme am Schienbein), [person=2002]Marwin Studtrucker[/person] musste mit einer Bänderverletzung ausgewechselt werden. Am Mittwoch steht bereits der nächste Test für das Team von der Hafenstraße an. Dann geht es zum Oberligisten TV Jahn Hiesfeld. Anstoß im Stadion am Freibad ist um 19 Uhr.

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