André Breitenreiter spricht über die Spielphilosophie, einen neuen Stürmer und die beiden Neuzugänge Junior Caicara und Johannes Geis.

FC Schalke 04

"Er ist eine Maschine"

Tobias Hinne-Schneider
02. Juli 2015, 19:38 Uhr
Foto: firo

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André Breitenreiter spricht über die Spielphilosophie, einen neuen Stürmer und die beiden Neuzugänge Junior Caicara und Johannes Geis.

In der 88. Spielminute verursacht [person=1581]Uwe Hünemeier[/person] ein Eigentor, Schalke gewinnt das Spiel am 33. Spieltag mit 1:0. Doch der Jubel der Schalke-Anhänger hielt sich in Grenzen, zu schlecht, zu pomadig agierte ihre Elf über die gesamte Spieldauer. Paderborn spielte die Blau-Weißen teilweise an die Wand, verpasste es allerdings, ein Tor zu erzielen. Das Ende der Geschichte ist allen bekannt, Paderborn musste den Abstieg in die 2. Bundesliga hinnehmen, Schalke qualifizierte sich schlussendlich doch für die Europa League und verpflichtete André Breitenreiter, der bis dato auf der Bank des Sportclubs gesessen hat.

Schon auf der Jahreshauptversammlung konnten die 9000 anwesenden Fans ihren neuen Chef begutachten. Bei der ersten öffentlichen Trainingseinheit gab es ihn gar zum Anfassen. Zunächst für die Zuschauer, denen er keinen Wunsch abschlug, später auch in kleinerer Runde mit einigen Medienvertretern.

„Ich möchte, dass wir hoch pressen, ich möchte, dass wir im defensiven Umschalten jedem Ball nachgehen, ich möchte, dass wir die Fitness haben, um schnell umzuschalten und Zug zum Tor entwickeln können, weil das eine Art von Fußball ist, die die Fans begeistert und meiner Meinung nach auch die ist, um Erfolg zu haben", macht Breitenreiter deutlich, welche Art von Fußball er in der nächsten Saison in der Veltins-Arena sehen möchte. Und dann nicht nur am 33. Spieltag und schon gar nicht vom Gegner.

Nach der Flaute der Schalker Stürmer in der vergangenen Rückrunde sucht Horst Heldt noch nach einem Angreifer. "Ich möchte mich nicht festlegen, habe da aber schon einige Ideen. Am liebsten möchte ich einen, der trifft, der kopfballstark ist, der schnell ist, der die Bälle festmachen kann und viel läuft", scherzt Breitenreiter, um danach hinzuzufügen: "Was wir nachher bekommen, werden wir dann sehen."

Für die Zugänge, die bereits fest stehen, gab es im Anschluss aber nur noch lobende Worte, so bezeichnete er [person=2870]Johannes Geis[/person] als einen der besten Sechser Deutschlands. "Er hat schon in Mainz Verantwortung übernommen. Ist am Ball ruhig, hat eine sehr gute Technik und eine gute Spieleröffnung. Das passt perfekt zu unserer Spielphilosophie. Außerdem ist er einer der besten Standardschützen in Deutschland, das ist eine Waffe. Spieler, die einen großen Wert haben, müssen Waffen haben und die hat er. Trotzdem hat er noch Luft nach oben und da möchten wir ihm helfen, seine persönlichen Ziele zu erreichen.“

Auch der erste Eindruck von [person=29460]Junior Caicara[/person] gefällt dem neuen Linienchef: "Er ist eine Maschine. Ich war sehr überrascht, er hatte sofort eine sehr positive Ausstrahlung und seine Werte bei der Leistungsdiagnostik waren hervorragend." Breitenreiter möchte dem Außenverteidiger jedoch etwas Zeit geben, um sich an den Fußball in der Bundesliga zu gewöhnen, ist sich aber sicher, "dass er gute Anlagen hat, um mit seiner Dynamik und dem guten Flankenspiel Dampf über die Außenbahn zu machen."

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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