Am kommenden Freitag steigt ab 19:30 Uhr der Knaller zwischen der Auf Asche Top-Elf und RWE. Vorab können sich die Zuschauer auf einen Ex-Nationalspieler freuen.

David Odonkor

Ein WM-Held im Auf Asche-Trikot

29. Juni 2015, 11:45 Uhr
Foto: Tillmann

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Am kommenden Freitag steigt ab 19:30 Uhr der Knaller zwischen der Auf Asche Top-Elf und RWE. Vorab können sich die Zuschauer auf einen Ex-Nationalspieler freuen.

Ein beherzter Sprint und eine präzise Flanke haben David Odonkor ausgereicht, die Herzen aller deutscher Fußballfans zu erobern. Noch heute ist seine Vorlage zum 1:0-Siegtor durch Oliver Neuville im Vorrundenspiel in Dortmund gegen Polen bei der WM 2006 unvergessen. Es war der Karriere-Höhepunkt des Flügelflitzers, der seine Laufbahn aufgrund anhaltender Knieprobleme bereits mit 29 Jahren beenden musste. Odonkor hat seitdem seine ersten Schritte im Trainergeschäft gemacht. Zuletzt war der ehemalige Dortmunder beim Westfalenligisten TuS Dornberg tätig.

Die Essener Fußballfans werden den früheren WM-Helden erstmals wieder aktiv auf dem Rasen bestaunen dürfen. Odonkor wird im Vorspiel für das Team der Auf Asche Allstars auflaufen, die sich ab 18 Uhr an der Altenessener Bäuminghausstraße mit der Essener Trainerauswahl messen werden. Auf Asche sprach vorab mit dem 31-Jährigen über den Essener Fußball, seine Trainerkarriere und über sein Leben als Ex-Profi.

David Odonkor, wie ist es dazu gekommen, dass Sie das Trikot der Auf Asche Allstars tragen werden?
Ich bin seit einigen Jahren mit Frank Mill befreundet. Er hat mich vor kurzem gefragt, ob ich Lust hätte, am Auf Asche Fußballfest teilzunehmen. Ich habe spontan zugesagt, weil ich mich darauf freue, vor einer schönen Kulisse in Essen Fußball zu spielen.

Sie waren früher für Ihre unglaubliche Geschwindigkeit gefürchtet. Die 100 Meter haben Sie zu Ihren Glanzzeiten unter 11 Sekunden geschafft. Was können die Essener Fans nach dem Karriereende von Ihnen erwarten?
Natürlich sind meine besten Jahre als Fußballer vorbei, deshalb habe ich meine Laufbahn vor zwei Jahren auch beendet. Dennoch habe ich noch immer etwas im Tank und kann durchaus noch guten Fußball spielen. Mir ist es wichtig, dass wir den Leuten an diesem Tag etwas bieten. Im besten Fall wird es ein abwechslungsreiches Spiel mit vielen Toren. Dazu möchte ich meinen Beitrag leisten.

Als langjähriger BVB-Spieler kennen Sie sich im Ruhrgebiet sicher immer noch bestens aus. Haben Sie zwischendurch auch den Essener Fußball im Blick?
Auf jeden Fall. Ich verfolge den Essener Fußball sehr intensiv, speziell die Entwicklung von Rot-Weiss Essen. Der Klub hat mittlerweile ein tolles Stadion, das inklusive der Fans für die Regionalliga eigentlich zu schade ist. In der letzten Saison sah es bis zur Winterpause sehr gut aus, danach folgte leider der Einbruch. Ich muss aber zugeben, dass ich als ehemaliger Alemannia-Spieler im Topspiel für Aachen gehalten habe. Dennoch wünsche ich RWE, das es bald mit dem Aufstieg klappt. Das hätten die Fans und die gesamte Stadt einfach verdient.

Ich bin nach wie vor heiß aufs Fußball-Geschäft
David Odonkor

Zuletzt waren Sie als Trainer für den Westfalenligisten TuS Dornberg tätig. Die Zusammenarbeit endete jedoch sehr unerfreulich. Werden wir Sie künftig dennoch auf der Trainerbank sehen?
Ich habe in den letzten zwei Jahren in dieses Geschäft hinein geschnuppert und es hat mir sehr gefallen. Vor allem der Job als Co-Trainer beim SC Verl war sehr lehrreich. Deshalb möchte ich in diesem Bereich weiterarbeiten. Ich bin dahingehend für alle Seiten offen. Es spielt auch keine Rolle mehr, dass es beim TuS Dornberg nicht, wie gewünscht, gelaufen ist. Dort war von A bis Z alles chaotisch, so etwas habe ich im Fußball noch nie erlebt. Trotzdem bin ich nach wie vor heiß aufs Fußball-Geschäft. Bevorzugt möchte ich als Trainer arbeiten, eine Variante als Spieler-Trainer wäre aber auch durchaus denkbar.

Ihr sensationeller Auftritt bei der WM in Deutschland ist nun mittlerweile neun Jahre her. Werden Sie auf der Straße noch immer darauf angesprochen?
Der Hype ist zum Glück nie richtig verflogen. Die Leute kommen immer noch auf mich zu und sprechen mich auf die damalige Geschichte bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land an. Damit habe ich auch überhaupt kein Problem, im Gegenteil, es ist doch eine Ehre. Dieser Augenblick war immer ein wichtiger Teil meines Fußballer-Lebens. Es macht mir daher große Freude, wenn ich mit den Leuten über die alten Zeiten reden und ihnen dadurch auch heute noch ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.

Autor: Martin Herms

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