Im ersten von zwei Aufstiegsspielen in die Bezirksliga gewann der Bochumer Vertreter DJK Wattenscheid mit 3:2 gegen Westfalia Gelsenkirchen.

BLZ-Relegation

Heiße Schlussphase in Wattenscheid

26. Juni 2015, 10:33 Uhr
Foto: Tim Müller

Foto: Tim Müller

Im ersten von zwei Aufstiegsspielen in die Bezirksliga gewann der Bochumer Vertreter DJK Wattenscheid mit 3:2 gegen Westfalia Gelsenkirchen.

Aber der Reihe nach: Wattenscheid erwischte den besseren Start und ging quasi mit der ersten guten Aktion in Führung. Farris mit der scharfen Ecke vor´s Tor, Kapitän Wolf nimmt völlig frei ab (3.). Nur wenige Minuten später fällt Rameh El-Lahib im Gelsenkirchener Strafraum – Elfmeter. Timo Farris trifft zum 2:0 (12.).

Paul an die Latte

„Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden und hatten keine Kontrolle über die Standards“, war Westfalias Coach Holger Gehrmann mit dem Defensivverhalten seiner Elf unzufrieden. „Wir haben vorher noch darauf hingewiesen, dass genau das Wattenscheids Qualität ist. Damit sind wir denen ganz schön auf dem Leim gegangen, sowohl beim ersten als auch beim letzten Tor“, so Gehrmann weiter.

In der Tat war es erneut ein Standard, genauer eine Ecke von Farris, die Routinier Nowak zum 3:0 einnickte (71.). Kurz vor Ende der regulären Spielzeit setzte sich Ali El-Lahib über rechts durch, steckte durch zu Farris, der in den Rückraum zu Bernd Paul. Paul machte es zu genau, scheiterte an der Latte (89.) und vergab den absoluten Knockout.

Das gehört zu solch einem Spiel dazu, dass man eigentlich schon tot ist, dann aber nochmal aufsteht und zwei Tore erzielt
Holger Gehrmann, Trainer Westfalia Gelsenkirchen

„Wir müssen einfach das vierte Tor machen“, so Wattenscheids Trainer Ralf Fischer. „Dann laufen wir in einen doofen Konter und kassieren das 3:1“. Wattenscheids Klinger und Torwart Matera mit Abstimmungsproblemen, Fabian Panchoo bestrafte diesen Fehler sofort (89.).

Ein letztes Aufbäumen der Gäste wurde schließlich belohnt: Batuhan Van dribbelte sich durch die halbe Wattenscheider Verteidigung und wurde schließlich mit einem dummen Foul zu Fall gebracht. Elfmeter! „Das war eine Farce“, schimpfte Fischer. „Das war ein Witz! Das haben sogar die Zuschauer von Westfalia bestätigt. In meinen Augen hat es der Schiedsrichter nur darauf angelegt, so eine Situation herbeizurufen“, führte Fischer sauer fort.

Dem kurz zuvor eingewechselten Yildiz war´s total egal. Er verwandelte zum wichtigen 3:2 (95.). „Das gehört zu solch einem Spiel dazu, dass man eigentlich schon tot ist, dann aber nochmal aufsteht und zwei Tore erzielt“, war Holger Gehrmann stolz.

Ralf Fischer, Trainer DJK Wattenscheid
Erstmal zählen die Punkte, dann die Tore

Gehrmann weiter: „Wir haben jetzt eine super Ausgangssituation und müssen schauen, dass wir bis Sonntag irgendwie wieder fit werden und den Rest, den wir noch in uns haben auf den Platz bringen werden. Wichtig ist, dass wir auch aus unseren Fehlern lernen und die Standards besser verteidigen. Mit den zwei späten Toren haben wir den Gegner sicherlich angeknockt“.

Wattenscheid hat sich somit die perfekte Ausgangslage binnen fünf Minuten selbst kaputt gemacht. Aufgrund der Auswärtstorregelung ist das 3:2 aus Wattenscheider-Sicht tückisch. Dennoch: „Erstmal zählen die Punkte, dann die Tore“, relativiert Fischer und stellt klar: „Jedes Unentschieden reicht uns am Sonntag und wir sind immer für ein Tor gut. Die Mannschaft natürlich nochmal alles reinknallen und alles geben“.

Die Partie gibt es hier zum Nachlesen: [url]http://live.reviersport.de/000/068/95-rs.html[/url]

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