Das erste Ausrufezeichen hat Stanislav Iljutcenko bereits gesetzt. Beim 11:0-Sieg im ersten Testspiel beim FC Eisenach erzielte der Angreifer gleich einen Hattrick – in drei Minuten!

MSV Duisburg

Iljutcenko kann warten

25. Juni 2015, 14:15 Uhr
Foto: firo

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Das erste Ausrufezeichen hat Stanislav Iljutcenko bereits gesetzt. Beim 11:0-Sieg im ersten Testspiel beim FC Eisenach erzielte der Angreifer gleich einen Hattrick – in drei Minuten!

Doch seinen gelungenen Einstand will der 24-Jährige nicht überbewerten, schließlich sind es seine ersten Schritte im Haifischbecken Bundesliga. „Der Wechsel zum MSV ist ein großer Schritt für mich“, macht Iljutcenko deutlich: „Natürlich möchte ich mich einbringen und so viel wie möglich spielen, aber die erste Saison sehe ich durchaus als Lehrjahr an. Ich bin ein geduldiger Spieler.“

Stimmt, denn seit dem Beginn seiner Bilderbuchkarriere bei Westfalia Rhynern hat der gebürtige Russe immer ein wenig Zeit benötigt, bis er sich durchsetzte und anfing, regelmäßig zu knipsen. So auch beim VfL Osnabrück. Er kam zwar mit der Empfehlung von 29 Buden in 31 Oberliga-Spielen aus Rhynern, durfte beim VfL aber nur 860 Minuten in der dritten Klasse absolvieren. In seiner zweiten Saison startete Iljutcenko dann aber durch. Mit 13 Toren und neun Vorlagen in 2.780 Spielminuten war er die Lebensversicherung der Osnabrücker. Eine Bilanz, die die Meidericher überzeugte. Doch weil Kingsley Onuegbu den Aufstiegsbonus genießt und erst einmal vorne gesetzt sein wird, wird sich Iljutcenko dadurch nicht aus der Ruhe bringen lassen. Im Gegenteil: „Ich bin ein Spieler, der über den Einsatz kommt und gehe dahin, wo es wehtut. Das werde ich auch hier zeigen.“

Mit dem Laktattest bin ich mehr als einverstanden
Gino Lettieri

Seine Fitnesswerte stimmen auf jeden Fall schon mal. „Mit dem Laktattest bin ich mehr als einverstanden – aber von allen Jungs“, berichtet Coach Gino Lettieri. Bei Iljutcenko ist das keine Überraschung, schließlich zählte er in der 3. Liga zu den laufstärksten Spielern und er weiß, dass Einsatz im Revier ankommt. Ganz besonders heiß ist er auf die Heimspiele. Iljutcenko: „Es war unglaublich, in Duisburg zu spielen, denn die Fans sind fantastisch. Die blau-weiße Wand hinter dem Tor ist wirklich beeindruckend.“ Und diese Wand wird ab sofort nicht mehr gegen ihn sein, sondern hinter ihm stehen.

Auch seine Frau Irina stärkt ihm den Rücken. Während des Lauftrainingslagers in Eisenach hat sie sich intensiv um die neue Wohnung sowie einen KiTa-Platz für Töchterchen Elina (2 Jahre) gekümmert und beide Aufgaben erfolgreich erledigt. „Wir werden jetzt nach Duisburg ziehen und Elina hat in der Nähe auch einen Kindergartenplatz“, freut sich Iljutcenko. Ohnehin war die Nähe zu seiner Familie, die im rund 100 Kilometer entfernten Soest wohnt, ein ausschlaggebendes Kriterium für seinen Wechsel zum MSV. Iljutcenko: „Die Gespräche mit Gino Lettieri und Ivica Grlic waren klasse und ich bin gut aufgenommen worden. Ich freue mich auf die Saison.“

In der er weitere Ausrufezeichen setzen will.

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