Seit dem ersten Trainingstag sind der 22-jährige Giliano Wijnaldum und der 20-jährige Michael Maria fast wie ein Zwillingspaar unzertrennlich.

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Bochum hat ein Zwillingspaar

26. Juni 2015, 09:37 Uhr
Foto: VfL Bochum

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Seit dem ersten Trainingstag sind der 22-jährige Giliano Wijnaldum und der 20-jährige Michael Maria fast wie ein Zwillingspaar unzertrennlich.

Verständlich, denn die Wurzeln des Duos liegen in den Niederlanden. Der Ältere ist in Rotterdam geboren, der Jüngere in Kerkrade. Beide waren auch schon international im Einsatz. Wijnaldum von der U17 bis zur U20 für die Niederlande, Maria für die U20 von Curacao, wo er es inzwischen auch schon zu A-Nationalmannschaftsehren gebracht hat.

Während Wijnaldum in den Niederlanden schon Erstliga-Luft geschnuppert hat, ist für den zwei Jahre jüngeren offensiven Außenspieler der Profi-Zirkus quasi Neuland, obwohl er als U23-Spieler des VfL in der abgelaufenen Spielzeit schon zwei Mal zum Zweitliga-Kader gehörte.

Nicht nur wegen der Sprache haben die beiden Neuen schnell zueinander gefunden. Denn beide haben das gleiche Ziel: möglichst viele Zweitliga-Einsätze beim VfL Bochum. Wijnaldum, der mit den Go Ahead Eagles Deventer aus der holländischen Eredivisie abgestiegen ist und deshalb ablösefrei war, hat einen großen Vorteil. Mit 18 feierte er sein Profi-Debüt bei AZ Alkmaar, Trainer war damals Gertjan Verbeek. Und so hat er auch schon den ersten Titel in seiner Vita stehen: Mit Alkmaar wurde er 2013 niederländischer Pokalsieger.

Seine fußballerischen Wurzeln allerdings liegen in seinem Geburtsort Rotterdam, wo er vom 5. bis zum 15. Lebensjahr bei Sparta spielte. „Ich bin ganz ehrlich, ich kannte den VfL Bochum überhaupt nicht. Erst als Verbeek hier Trainer wurde, wurde ich aufmerksam. Und dann natürlich als der Wechsel konkreter wurde“, erklärt Wijnaldum.“ Und seit er jetzt in Bochum ist, hat er eines bereits festgestellt. „Der Trainer hat sich nicht verändert, weiß immer noch, wie er mit jungen Spielern umgehen muss.“

Davon profitiert auch der 1,86 Meter große Offensivspieler Maria, der einer von ganz wenigen Spielern ist, die nach der Auflösung der U23 in Bochum geblieben sind. Für ihn erfüllt sich in diesen Tagen gleich ein doppelter Traum: Die Chance in Bochum zu bleiben und gleichzeitig mit der Karibik-Insel Curacao die vierte Runde in der WM-Qualifikation zu erreichen, nachdem man sich überraschend gegen Kuba durchsetzen konnte. Warum er für die Trauminsel spielt? „Es ist die Heimat meiner Mutter, die Amtssprache ist Niederländisch, da bot sich die Zusage einfach an“, erklärt Maria. Eine Runde müsste der Inselstaat noch überstehen, um dann in die Qualifikationsgruppe zu rutschen, in der sich die besten vier Mannschaft qualifizieren. Maria: „Das ist aber noch ein Wunschdenken“, erklärt Maria.

Wesentlich realistischer ist sein zweiter Wunsch. „Ich will meine ersten Zweitligaspiele absolvieren.“ Und so zeigt er sich im Training und in den Testspielen von seiner besten Seite. Beim Auftakt in Hattingen trug er sich mit dem 5:0 erstmals in die Torschützenliste ein. „Für solche kleinen Schritte nach vorne quält man sich jeden Tag im Training“, sagt Maria. „In Bochum ist es toll. Ich bereue nicht, dass ich mich damals für den VfL entschieden habe.“

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