Dank eines fulminanten Schlussspurts ist dem Essener Traditionsverein TuRa 86 der Klassenerhalt in der Kreisliga A Nord-West gelungen.

TuRa 86

Aufbruchstimmung an der Serlostraße

Martin Herms
22. Juni 2015, 18:52 Uhr
Foto: Tillmann

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Dank eines fulminanten Schlussspurts ist dem Essener Traditionsverein TuRa 86 der Klassenerhalt in der Kreisliga A Nord-West gelungen.

Sechs Spieltage vor dem Saisonende sah es ganz stark danach aus, als würden mal wieder harte Zeiten an der altehrwürdigen Serlostraße anbrechen. Nach einer bitteren 0:3-Pleite beim direkten Konkurrenten RuWa Dellwig hielt TuRa die Rote Laterne fester denn je in den Händen. Für die Verantwortlichen war das aber kein Grund, sich mit dem Abstieg in die Kreisliga B anzufreunden. Ganz im Gegenteil. Nachdem der glücklose Trainer Sascha Schulte entlassen wurde, lief es unter Interimscoach Rene Gille endlich rund. Bärenstarke 14 Zähler fuhren die Altendorfer in den verbliebenen sechs Partien ein - die zweitbeste Bilanz aller Vereine. "Was die Jungs am Ende aus sich rausgeholt haben, war einzigartig. Rene Gille und ich sind mächtig stolz auf dieses Team. Wir sind immer als Einheit aufgetreten und haben den Glauben an unsere Qualität nie verloren. Der Klassenerhalt war das Resultat einer ganz starken Leistung", spricht der Sportliche Leiter Soufian Asanay seiner Mannschaft ein großes Lob aus.

Asanay hat in seinem ersten Jahr bei den 86ern somit sämtliche Höhen und Tiefen miterlebt. Seit Oktober hat er das Amt des Sportlichen Leiters inne. Seine erste schwierige Entscheidung war die Entlassung Schultes, der im vergangenen Sommer gemeinsam mit Gille und ihm bei den TuRanern angeheuert hatte. Da die Mannschaft trotz passabler Leistungen auf dem besten Weg in Richtung B-Liga war, sah sich Asanay gezwungen, die Reißleine zu ziehen. "Wir mussten uns zu diesem Zeitpunkt hinterfragen, woran es gelegen hat. Da die Punktausbeute leider nicht stimmte, haben wir uns gegen Schulte entschieden. Letztlich sind wir einfach froh, dass wir den Abstieg doch noch verhindern konnten."

Elf Zugänge und ein neuer Trainer

Obwohl der Klassenerhalt erst einen Spieltag vor Schluss in trockenen Tüchern war, sind die Personalplanungen der 86er nahezu abgeschlossen. Mit Mike Sauer, der zuletzt für den Ligarivalen TuS Essen-West 81 II tätig war, wurde bereits ein neuer Linienchef präsentiert. Rene Gille übernimmt wieder den Posten des Co-Trainers.

Darüber hinaus ist es dem Kompetenzteam um Gille und Asanay gelungen, elf zum Teil namhafte Spieler zu verpflichten, die bereits in höheren Spielklassen ihr Können unter Beweis gestellt haben. [person=14366]Ümit Özdemir[/person] (VFB Frohnhausen), [person=27136]Sebastian Wolff[/person], [person=27133]Marco Portz[/person] (beide SC Phoenix), Burak Pakdemirli (TuS 84/10), Basar Baylar (SG Schönebeck), Yassine Temsamani (TB Heißen), Kevin Cassola (ESV Frillendorf) Tobi Primor (Yurdumspor Essen), Timo Löbbert (zuletzt vereinslos) Jens Bungert und Berkant Metin (beide TuS Holsterhausen) sollen bei TuRa wieder deutlich erfolgreichere Zeiten einläuten.

Asanay ist davon überzeugt, dass dies nach den letzten positiven Eindrücken in der abgelaufenen Saison und mit Hilfe des neu zusammengestellten Kaders durchaus möglich ist. "Wir haben mit Mike Sauer einen erfahrenen Mann geholt, der vor allem charakterlich perfekt zu uns passt. Mit unseren neuen Spielern haben wir uns sehr gut verstärkt. Ich denke, dass wir für die Kreisliga A gerüstet sind. Dennoch werden wir auch in Zukunft kleine Brötchen backen. Das Ziel bleibt der Klassenerhalt, auch wenn sich an der Serlostraße derzeit einiges tut."

Autor: Martin Herms

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