Vor 1.200 Zuschauern sichert sich der Erler SV mit dem Sieg gegen Westfalia Gelsenkirchen das hochverdiente Ticket für die Bezirksliga in der nächsten Saison.

Erler SV

Verdienter Aufsteiger, Westfalia muss nachsitzen

21. Juni 2015, 19:35 Uhr
Foto: Frank Gröner

Foto: Frank Gröner

Vor 1.200 Zuschauern sichert sich der Erler SV mit dem Sieg gegen Westfalia Gelsenkirchen das hochverdiente Ticket für die Bezirksliga in der nächsten Saison.

Jubelströme am Schürenkamp! Dafür mussten die Fans der Grün-Weißen aber lange zittern, machten es die Akteure doch ziemlich spannend.

Denn allein der Start in die Partie begann so, wie es sich keiner vorstellen mochte: Nach 16 Minuten traf 04-Stürmer Furkan Madenci nach einer tollen Einzelleistung zur Führung. Die Spitzenmannschaft suchte schnell nach der passenden Antwort und fand sie nur acht Minuten später durch Chris-Marvin Hegemann, der nach einem Torwartfehler per Abstauber zur Stelle war. „Wenn wir nicht sofort nachgelegt hätten, dann hätte Westfalia sich wohl sicher weiter hiten reingestellt. Das wäre für uns dann schwierig geworden“, schnaufte der Erfolgstrainer Rüdiger Kürschners durch. Fortan übernahm dann der ESV auch die Initiative und erspielte sich eine Möglichkeit nach der anderen – Hegemann verschoss vor dem Pausentee sogar noch kläglich einen Elfmeter.

ESV spielt nahezu perfekte Saison

Die Besucher am Schürenkamp mussten sich gedulden. Westfalia machte defensiv - trotz schwerer Beine – alles richtig, bis zur 73. Minute. „So ein Tor darfst du bei diesem Spielstand nicht kassieren, das war bitter“, ärgerte sich 04-Coach Holger Gehrmann. Nach einer Ecke wurde Nico Dziabel sträflich freigelassen und köpfte in ‚Miro Klose-Manier‘ zum vielumjubelten Führungs- und später Siegtreffer. Dziabel gab nach Schlusspfiff siegestrunken zu: „Endlich beorderte mich der Trainer mal nach vorne und dann mach ich auch direkt das Ding – Wahnsinn.“

Somit belohnte sich die Truppe aus Erle für eine großartige Saison. Das Team von Rüdiger Kürschner wurde nicht ein einziges Mal geschlagen und holte sich seinen verdienten Applaus ab: „Wer so spielt, der hat es auch einfach verdient“, merkte Gehrmann an. Kürschners nickte: „Dem ist nichts hinzuzufügen“, und verschwand unter einer Bierdusche.

Die Stimmen zum Spiel:

Marvin Pachan (Erle 08): „Wir hatten gute Chancen, hätten das Spiel auch früher entscheiden können. Wichtig war aber, dass wir trotz des Gegentreffers in der Defensive stabil geblieben sind. Ich freue mich für das gesamte Team!“

Nico Dziabel (Erle 08): „Ich bin überwältigt. Ausgerechnet in diesem Spiel habe ich meinen ersten Treffer in der Saison erzielt. Es geht nicht besser. Der Urlaub ist gebucht, natürlich geht es nach Mallorca.“

Niklas Zacharias (Westfalia 04): „Es wird schwer, sich jetzt für die Relegation gegen Wattenscheid komplett aufzurappeln, aber wir sind guter Dinge. Es ist noch nichts verloren, wir haben unsere zweite Chance. Ein Auswärtstor am Donnerstag wäre der erste Schritt.“

Holger Gehrmann (Trainer Westfalia 04): „Ich habe den Jungs gesagt, dass dies das ‚Sahnehäubchenspiel‘ war. Wir haben alles in die Waagschale geworfen und waren auf Augenhöhe mit Erle, was uns sichtlich stolz machen kann. Wir haken das schnell ab und beschäftigen uns mit Wattenscheid.“

Rüdiger Kürschners (Trainer Erle 08): „Man kann voll und ganz zufrieden sein. Ich bin froh, dass wir das sofort über die Bühne gebracht haben. Meine Mannschaft wurde früh Meister, hat es aber geschafft, immer die Spannung hochzuhalten. Das war phänomenal.“

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