Viktoria Resse hat Teutonia SuS Waltrop in der ersten Relegationsrunde zur Landesliga mit 2:0 geschlagen und darf weiter vom Aufstieg träumen.

Relegation zur Landesliga

Resse zieht in die zweite Runde ein

18. Juni 2015, 22:38 Uhr
Foto: Vonstein

Foto: Vonstein

Viktoria Resse hat Teutonia SuS Waltrop in der ersten Relegationsrunde zur Landesliga mit 2:0 geschlagen und darf weiter vom Aufstieg träumen.

Die Gelsenkirchener dominierten die Teutonen auf neutralem Geläuf im Dattelner Ostring-Stadion über die gesamte Spielzeit. Dabei ließ das Team von Frank Conradi gerade in der ersten Halbzeit viele große Chance aus. „Wir haben uns mit dem Tore schießen schwer getan. Das ist unser Problem“, erklärte der Viktoria-Coach entsprechend. Bei aller Kritik ließ er aber keinen Zweifel daran, wie glücklich er mit dem Einzug in die finale Runde ist: „Insgesamt ist der Sieg hochverdient. Die Jungs haben stark gespielt und dem Gegner keine Chance gelassen.“ Dass Conradi am Ende doch jubeln konnte, lag an der besseren Chancenverwertung in der zweiten Hälfte. Erst netzte [person=7454]Marc Butowski[/person] zur Führung ein (60.), dann traf [person=17948]Mike Neumann[/person] (96.) in der zehnminütigen (!) Nachspielzeit.

Drama um Resses Torhüter-Duo

Dass Schiedsrichter Tim Zahnhausen aus Herne so lange nachspielen lassen musste, lag an einer kleiner Posse: Erst musste Viktoria-Keeper [person=10564]Kingsly Moses[/person] mit Krämpfen vom Platz getragen werden, dann konnte Ersatzkeeper [person=18240]Michael Gurzan[/person] nicht eingewechselt werden, weil seine Stutzen die falsche Farbe hatten. Letztendlich durfte Gurzan doch den Platz betreten, da war aber schon einige Zeit vergangen. Viktoria-Coach Frank Conradi nahm die Situation zwar locker, dennoch ging er mit seiner Stammkraft hart ins Gericht: „Kings Wade hat komplett dicht gemacht. Obwohl er der ist, der am wenigsten läuft. Ich weiß nicht, wie er sich ernährt. Das ist jetzt das zweite Mal in diesem Jahr, darüber müssen wir reden.“ Im Hinblick auf die zweite Runde gegen Westfalia Rhynern II am Sonntag konnte er aber Entwarnung geben. „Da ist er sicherlich wieder an Bord“, erklärte der 43-Jährige. Anders sieht es da bei Kevin Schäfer aus. Der Angreifer verletzte sich am Knöchel und wird wohl nicht mitwirken können.

Zeitz: "Das war einfach zu wenig."

Sein Gegenüber Ralf Zeitz sprach von einer „bitteren Niederlage“, die aber insgesamt verdient sei. „Darüber brauchen wir gar nicht diskutieren“, sagte der scheidende Coach und legte den Finger tief in die Wunde: „Wir haben in den 100 Minuten keine Torchance rausgespielt. Das war einfach zu wenig. Resse war besser und insgesamt frischer.“ Dennoch zollte er seinen Spielern auch Respekt: „Die Saison war lang, wir spielen am Limit und pfeifen aus dem letzten Loch. Wir konnten das lange kompensieren. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie wollte gewinnen. Wir haben letztendlich einfach nicht die richtige Durchschlagskraft auf den Platz gebracht.“ Zeitz musste gestehen, dass Waltrop eine große Chance verpasst hat. „Es wird schwer für den Verein nochmal so eine gute Saison zu spielen“, sagte der Teutonen-Coach, der sein letztes Spiel als sehr „emotional“ empfand, und ergänzte: „Der Abschied ist zwar nicht so ganz gut entstanden. Unabhängig davon wäre ich aber gerne mit Waltrop aufgestiegen.“

Hier geht es zum Liveticker zum Nachlesen

Autor:

Kommentieren