Nach dem wohl besten seiner fünf Länderspiele wollte Roman Weidenfeller nicht über ein Ende seiner ungewöhnlichen Karriere im Nationalmannschaftstrikot sprechen.

Weidenfeller

Kein DFB-Rücktritt, kein BVB-Rückzug

dpa
14. Juni 2015, 12:54 Uhr
Foto: Firo

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Nach dem wohl besten seiner fünf Länderspiele wollte Roman Weidenfeller nicht über ein Ende seiner ungewöhnlichen Karriere im Nationalmannschaftstrikot sprechen.

"Da gibt es keinen neuen Stand. Ich habe ein gutes Vertrauensverhältnis zum Trainerstab beim DFB und der Mannschaft. Ich fühle mich wohl und bin froh, dass ich bei der Mannschaft dabei sein kann", sagte der 34-Jährige nach dem 7:0-Sieg der DFB-Auswahl in der EM-Qualifikation in Faro gegen Gibraltar.

Aussagen von Bundestrainer Joachim Löw deuten hingegen daraufhin, dass es für Weltmeister Weidenfeller nach seinem späten Debüt im November 2013 nur in einer absoluten Notsituation noch weitere Spiele im Adler-Trikot geben wird. Trotz seiner beherzten Leistung gegen die unerwartet aufmüpfigen Amateure aus Gibraltar, die ihn zu mehreren Paraden zwangen. "Roman hat sehr gut gehalten", konstatierte auch Löw. Zuvor hatte er die Leistungen des spät berufenen Dortmunders schon in der Kategorie Vergangenheit verortet: "Er war für uns sehr wertvoll in den vergangenen Jahren."

Löw hat keine Eile, kann sich in der Torwartfrage alles offenhalten. In Marc-André ter Stegen, Bernd Leno, Timo Horn und Kevin Trapp steht ein junges Quartett längst bereit, welches neben Ron-Robert Zieler um den Platz hinter dem unumstrittenen Manuel Neuer kämpfen wird. Löw kann das Thema problemlos in die nächste EM-Saison hineinnehmen. Welche drei Torhüter 2016 nach Frankreich fahren, will er ohnehin erst spät entscheiden.

Anders sieht das für Weidenfeller in Dortmund aus. Seine Club-Zukunft wird der Schlussmann schnell klären müssen. Einen Abschied vom BVB nach 13 zumeist erfolgreichen Jahren mit Meistertitel und Champions-League-Finale schloss Weidenfeller zur Zeit zwar aus. "Stand heute habe ich einen laufenden Vertrag bis 2016 und den werde ich Stand heute auch erfüllen", sagte er. Das lässt aber alle Spekulationen zu, dass der Stand morgen schon ein anderer sein kann. Im Saisonendspurt hatte der Australier Mitchell Langerak das BVB-Tor gehütet. Berichte über ein Interesse am Freiburger Namensvetter Roman Bürki zeigen, dass Bewegung in der BVB-Torwartfrage ist.

Autor: dpa

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