Lennart Stoll ist jung, torgefährlich und hungrig auf Erfolg. Mit RevierSport spricht der 19-Jährige über Bock auf Training, Vorbilder und die Erfüllung eines Traums.

Preußen Münster

"Das ist der Traum jedes Münsteraners"

09. Juni 2015, 12:51 Uhr
Foto: firo

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Lennart Stoll ist jung, torgefährlich und hungrig auf Erfolg. Mit RevierSport spricht der 19-Jährige über Bock auf Training, Vorbilder und die Erfüllung eines Traums.

Als Tabellenachter sind sie am Ende eingelaufen, die Preußen aus Münster. Unbefriedigend für die Verantwortlichen, enttäuschend für die Anhängerschaft der Adlerträger. Der Kader für die kommende Drittligasaison wird beim SCP ein gänzlich anderes Gesicht haben, viele etablierte Spieler müssen den Verein verlassen.

So ein Umbruch bietet immer auch eine Chance, insbesondere für junge Nachwuchsakteure, die sich in den Fokus spielen können. So einer ist [person=25001]Lennart Stoll[/person], Angreifer, gerade 19 Jahre jung. Im Interview spricht der aus Münster-Gievenbeck stammende Kapitän der U19-Bundesligamannschaft der Preußen über seine Vorfreude auf die Vorbereitung mit den Profis, seinen ersten Profivertrag und erklärt auch, wer sein Vorbild ist.

Lennart Stoll, mit der U19 des SC Preußen Münster haben Sie kürzlich erst den Klassenverbleib in der Bundesliga klar gemacht. Wurmt es Sie als Stürmer eigentlich, dass Mannschaftskollege Kay Michel mit acht Treffern ein Saisontor mehr auf dem Konto hat und damit nun bester Torschütze ihres Teams ist?

Stoll: (lacht) Nein nein, das war überhaupt kein Thema für mich. Für mich persönlich ist es ja auch so ganz gut gelaufen und wer am Ende die Tore schießt, ist egal. Die Hauptsache ist, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben.

Ihre Mannschaft hat eine Saison mit Höhen und einigen Tiefpunkten hinter sich. Was ist da mitunter schiefgelaufen?

Stoll: Wir sind ganz einfach nicht gut in die Saison gestartet und haben uns auch als Mannschaft anfangs nicht so gut gefunden. Unsere Hinrunde war schwach, wir haben viele Zähler zu späten Zeitpunkten in den Spielen liegen gelassen. Spätestens nach dem Winter hat sich aber jeder Einzelne gesteigert und seinen Teil zum Erfolg beigetragen.

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Sie selbst haben sich ausgerechnet im wichtigen letzten Saisonspiel gegen Borussia Dortmund früh am Knie verletzt. Wie läuft die Reha?

Stoll: Ich bin mittlerweile wieder bei 100 Prozent und arbeite jeden Tag an mir, damit ich zum Start in die Saisonvorbereitung am 21. Juni topfit bin. So etwas wie im letzten Winter will ich möglichst nicht noch einmal erleben.

Damals galten Sie als Kandidat, um mit der ersten Mannschaft ins Trainingslager nach Estepona in Spanien zu fliegen. Sie haben sich kurz zuvor verletzt und mussten absagen. Was war das für ein Gefühl?

Stoll: In den ersten Tagen nach der Diagnose war ich schon ziemlich enttäuscht, da es eine große Chance gewesen wäre. Ich bin zwar immer wieder im Training bei den Profis dabei gewesen, aber so ein Trainingslager bietet nochmal eine bessere Möglichkeit, sich dem Trainer zu zeigen. Letztlich habe ich mich dann aber schnell wieder gefangen und weiter gearbeitet.

Lesen Sie auf Seite 2, wie Stolls Gefühlslage nach der Vertragsunterschrift war, wie er seine Chance auf Einsatzzeiten einschätzt und warum Fußball nicht alles für ihn ist.

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