In der letzten Minute der regulären Saison entging der PSV Wesel-Lackhausen der drohenden Relegation und kann sich nun über den Klassenerhalt freuen.

PSV Wesel-Lackhausen

"Das war ein richtiger Hitchcock"

Tobias Hinne-Schneider
08. Juni 2015, 17:07 Uhr
Foto: Tillmann

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In der letzten Minute der regulären Saison entging der PSV Wesel-Lackhausen der drohenden Relegation und kann sich nun über den Klassenerhalt freuen.

Die Uhr tickte gnadenlos gegen den PSV Wesel-Lackhausen, Minute um Minute verstrich, die Relegation um den Abstieg rückte immer näher. Doch da hatten die Konkurrenten die Rechnung ohne [person=12527]Necati Güclü [/person]gemacht. Der Top-Torjäger des PSV traf in der 90. Minute zum 1:0-Sieg. "Ich habe noch nie so viele Leute auf den Platz stürmen sehen", zeigte sich PSV-Coach Roger Rütter begeistert von der Willensleistung seiner Mannschaft und fügte hinzu: "Das war ein richtiger Hitchcock, das hätte niemand besser schreiben können.

Dabei begann die erste Hälfte nicht sonderlich gut für die Gastgeber, denn der ESC Rellinghausen konnte sich immer wieder Torchancen erspielen. Grade bei den Stardsituationen der Gäste strich der Ball gleich mehrfach hauchzart am Tor von PSV-Schlussmann [person=12504]Sebastian Kaiser [/person]vorbei. "In der Halbzeit habe ich den Jungs gesagt, dass wir nur eine gute Aktion brauchen, um das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Das ist uns zum Glück gelungen. Sicherlich hatte der ESC die bessere Spielanlage, doch am Ende haben wir uns das nötige Glück erarbeitet", freute sich Rütter.

Mit dem dritten 1:0-Erfolg in Serie behielt die Rütter-Elf die Oberhand im Abstiegskampf. Damit müssen die Sportfreunde Niederwenigern in die Abstiegsrelegation, die Gegner heißen Grün-Weiß Wuppertal und VSF Amern. Rütter war heilfroh, dass er mit seiner Mannschaft nicht in den Entscheidungsspielen antreten muss: "Wir hätten unsere Mannschaftsfahrt absagen müssen, aber es gibt noch zahlreiche andere Gründe, die gegen eine Relegation sprechen. Ich bin ein absoluter Gegner davon." So aber kann der ganze PSV-Tross am Dienstag in Richtung Bulgarien aufbrechen, wo es am Sonnenstrand heißt, den Trainer noch einmal ordentlich zu verabschieden.

"Die Saison nach dem Abstieg aus der Oberliga war sehr intensiv und emotional", beschrieb der scheidende Linienchef seine letzte Saison beim PSV. Nach fünf Jahren übergibt Rütter seinen Posten an Abwehrchef [person=14164]Björn Assfelder[/person]. "Björn hat in diesem Jahr eine hervorragende Rückrunde gespielt, er übernimmt eine tolle Mannschaft. Ich wünsche ihm und dem Team alles erdenklich Gute. Der Kontakt bleibt natürlich bestehen, immerhin kicken meine Söhne noch beim PSV und bis zum Sportplatz ist es nur ein Kilometer."

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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