In Belgien ist des Interesse von Schalke 04 an Bondscoach Marc Wilmots Thema Nummer eins. Der belgische Star Eden Hazard hofft, dass Wilmots bleibt.

Schalke

Wilmots-Deal wird teurer als gedacht

Andreas Ernst
06. Juni 2015, 18:56 Uhr
Foto: firo

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In Belgien ist des Interesse von Schalke 04 an Bondscoach Marc Wilmots Thema Nummer eins. Der belgische Star Eden Hazard hofft, dass Wilmots bleibt.

Es gibt im belgischen Fußball viele Gründe, nur über sportliche Ergebnisse zu reden. In der Fifa-Weltrangliste steht Belgien erstmals hinter Weltmeister Deutschland auf dem zweiten Platz. In der EM-Qualifikationsgruppe sind die "Roten Teufel" Erster. Bei der EM in Frankreich 2016 gehören die Belgier zu den Top-Favoriten. Im Moment bereiten sich die Belgier auf zwei Spiele vor - am Sonntag treffen sie um 21 Uhr in Paris auf Frankreich, am 12. Juni (Freitag) geht es in Wales um wichtige EM-Quali-Punkte. Und doch gibt es rund um das belgische Team nur ein Thema: Bleibt Marc Wilmots "Bondscoach" oder wechselt er zum FC Schalke 04?

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Wilmots selbst hält sich seit Tagen bedeckt. Er will erst nach dem Spiel in Wales eine Entscheidung verkünden. Wilmots hat einen Kontakt zu Schalker Verantwortlichen bestätigt - und zu seiner Ausstiegsklausel sickern immer mehr Details durch. Denn Schalke müsste nicht nur eine Million Euro bezahlen. Wie die belgische Zeitung "Nieuwsblad" berichtet, kostet Wilmots zwei Millionen Euro, wenn er sofort zu einem anderen Klub wechselt. Nur wenn Wilmots "aus persönlichen Gründen" ausscheidet, ohne einen neuen Klub zu präsentieren, ist eine Million fällig.

Für Schalke wäre eine Verpflichtung des Trainerteams rund um Wilmots eine teure Sache - nicht nur wegen der Ablöse. Wilmots würde, so schreibt das "Nieuwsblad", nicht nur Assistent Vital Borkelmans, sondern wohl auch Athletiktrainer Mario Inaurato und Torwarttrainer Erwin Lemmens mitbringen. Zusätzlich zu den Gehältern über mehrere Jahre müsste Schalke eine zweistellige Millionensumme investieren.

Die Belgier diskutieren bereits über mögliche Nachfolger wie Michel Preud'homme vom FC Brügge (gilt als Favorit) und Dick Advocaat. Francois De Keersmaecker, Chef des belgischen Fußballverbands, teilte mit: "Wir haben einen Plan." Gespräche mit Advocaat bestätigte De Keersmaecker: "Es gab Kontakt, aber ich gehe davon aus, dass Wilmots seinen Vertrag erfüllt. Das habe ich Advocaat gesagt. Solange Wilmots unser Trainer ist, werden wir nichts tun."

Einige belgische Spieler wollen nicht, dass Wilmots geht - zum Beispiel Eden Hazard vom FC Chelsea. Die Bilanz der Belgier unter Wilmots ist überragend: Von 35 Spielen gewann die belgische Mannschaft 23, spielte sieben Mal Unentschieden und kassierte nur fünf Niederlagen.

Autor: Andreas Ernst

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