Der Modus für die kommende Spielzeit in der Eishockey-Oberliga ist gefunden. 18 Klubs nehmen an einer eingleisigen Liga teil. Oder doch nicht?

Eishockey-Oberliga

Modus bestätigt, Dortmund zieht zurück

05. Juni 2015, 20:01 Uhr
Foto: Tillmann

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Der Modus für die kommende Spielzeit in der Eishockey-Oberliga ist gefunden. 18 Klubs nehmen an einer eingleisigen Liga teil. Oder doch nicht?

Denn ob der LEV NRW den EV Duisburg, die Moskitos Essen und den Herner EV mitspielen lassen will und wird, steht noch immer in den Sternen (RS berichtete).

Unabhängig davon werden die Eisadler Dortmund ihr Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen. Präsident Lothar Grabe begründet dies mit der wirtschaftlichen Situation des erst vor zwei Jahren neugegründeten Klubs: „Es ist schade, wir sind zwar sportlich in die Oberliga aufgestiegen, aber die neue Aufteilung macht für uns einen Start in dieser Liga aus wirtschaftlichen Gründen unmöglich. Abgesehen von den Fahrtkosten, die ca. 12.000 Euro mehr betragen würden, haben wir ein Team aus Arbeitnehmern und Studenten. Wie sollen die an einem Freitag oder Sonntag nach Rostock, Leipzig oder Berlin fahren können? Unsere Spieler sehen das übrigens allesamt genauso. Diese Liga ist mit Amateuren nicht zu machen. Außerdem steht der Verein im Wort, auch zukünftig nur das finanziell Machbare umzusetzen. Das sind wir auch unserem Nachwuchs und unseren Fans schuldig. Eine weitere Pleite wäre das endgültige Aus für das Eishockey in Dortmund."

Somit setzt sich die neue Oberliga Nord/West/Ost unter DEB-Dach wiefolgt zusammen:
Rostock Piranhas, EHC Timmendorfer Strand, Hamburger SV, Hamburg Crocodiles, ESC Wedemark Scorpions, Hannover Scorpions, EC Hannover Indians, EC Harzer Falken, FASS Berlin, ECC Preussen Berlin, Icefighters Leipzig, MEC Halle, Black Dragons Erfurt, Füchse Duisburg, Herner EV, ESC Moskitos Essen, EHC Neuwied und der holländische Vertreter Tilburg Trappers.

Modus: Die 18 Nord-Mannschaften werden in der Hauptrunde vom 25. September 2015 bis zum 06. März 2016 in einer Einfachrunde 34 Spiele absolvieren. Hinzu kommen jeweils weitere acht regionale Spiele, sodass jede Mannschaft am Ende der Hauptrunde 42 Spiele ausgetragen haben wird. Die ersten acht der Hauptrunde ermitteln in einer "internen Playoffrunde“ (Modus: „Best-of-five") die vier Teilnehmer, die gemeinsam mit vier Teams aus der Oberliga-Süd die Playoffs der Aufstiegsrunde zur DEL2 bestreiten werden.

DEB-Vize-Präsident Marc Hindelang freut sich über die Einigung der 18 Klubs bei der Sitzung im niedersächsischen Langenhagen: „Dank der sehr konstruktiven Mitarbeit und Solidarität der Vereine haben wir einen gemeinsamen Nenner gefunden. Nun kann die Oberliga den nächsten Schritt hin zu einer nachhaltigen und verlässlichen Ligenstruktur gehen."

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