Der Wuppertaler SV hat die sportlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für die Saison 2015/2016 vorgestellt.

Wuppertaler SV

Der Plan für die Zukunft

Nils Jewko
05. Juni 2015, 15:40 Uhr
Foto: Tillmann

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Der Wuppertaler SV hat die sportlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für die Saison 2015/2016 vorgestellt.

Der Wuppertaler SV sorgte in den vergangenen Wochen nicht unbedingt für sportliche Schlagzeilen. Das Weiterleiten der Vertragsdetails von noch Trainer Thomas Richter und Sportvorstand Achim Weber an die Ultras und die öffentliche Attacke von Jörg Wolff - Gründungsmitglied der Initiative 2.0, ehemaliges Verwaltungsrats-Mitglied, aktueller Trikotsponsor und Wuppertaler Unternehmer - auf Vorstandssprecher Alexander Eichner sprechen deutlich für Turbulenzen innerhalb des Vereins. Erste Konsequenzen wurden daher bereits gezogen - und wichtige Änderungen für die kommende Spielzeit bekanntgegeben. Bei einem Pressegespräch wurden jetzt weitere, zum Teil neue Details zum Personalkonzept und zur Haushaltsplanung der Saison 2015/2016 vorgestellt.

Der sportliche Bereich:
Die neue Ausrichtung des WSV wurde von den Verantwortlichen schon kommuniziert und stellt besonders den Nachwuchs in den Mittelpunkt. "Wir wollen das positive Momentum aus der Jugendarbeit stärken und in die erste Mannschaft überführen", betont Eichner. Mit Joshua Mroß, Noah Salau, Nico Rymarczyk, Elsamed Ramaj, Tom Hirsch und Christian Krone sollen sechs Akteure aus der U19, die künftig von Max Wicht trainiert wird, in der kommenden Spielzeit zum Oberliga-Kader stoßen. Wie sich die erste Mannschaft unter der Leitung vom neuen Coach Stefan Vollmerhausen und seinem Co-Trainer Christoph Liehn jedoch genau zusammensetzt, ist noch offen. Mit neun bis zehn Stammspielern aus dem aktuellen Kader habe man eine Einigung erzielt, während als externe Neuzugänge noch ein Torwart, ein Innenverteidiger, ein Mittelfeldspieler, ein Außenspieler und ein Stürmer gesucht werden, heißt es. Die zweite Mannschaft des WSV wird dagegen in der Kreisliga A antreten und keinen Etat sowie keine Unterstützung mehr aus der Oberliga-Mannschaft bekommen, berichtet Weber.

Die Verträge von Thomas Richter und Achim Weber:
Am Sonntag im Heimspiel gegen den TuS Bösinghoven wird Thomas Richter zum letzten Mal auf der Bank des Wuppertaler SV Platz nehmen. Das Arbeitspapier des 53-Jährigen wird nach dessen Zustimmung durch einen "Mehrheitsbeschluss" im Vorstand zum 30. Juni 2015 aufgelöst, wie Finanzvorstand Lothar Stücker erklärt. Der Vertrag von Weber endet dagegen am 30.11.2015, aber ein Abschied zum Ende des Jahres "ist so sicher wie das Amen in der Kirche", sagt der Sportvorstand.

Die Finanzen:
Vor allem beim Dauerkartenverkauf rechnen die Bergischen mit sinkenden Zahlen - statt 1000 kalkulieren die Verantwortlichen nach dem verpassten Aufstieg nur noch mit 500 verkauften Tickets. Gleichzeitig sei "das Sponsoring alles andere als ein Selbstläufer", sagt Stücker. Daher wurde der Gesamtetat auf 800.000 Euro gekürzt - einzig im Jugendbereich werde es keine Einsparungen geben. "Der Verein wurde aus der Insolvenz geführt und unsere Aufgabe ist es, dass so etwas nicht mehr passiert", erklärt Stücker die finanziellen Planungen. Besonders auf Einnahmen aus "Sonderfaktoren" wie Freundschaftsspiele oder Events will sich der Finanzvorstand künftig nicht mehr verlassen.

Autor: Nils Jewko

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