Der Klassenerhalt ist immer noch nicht in trockenen Tüchern. Durch die 1:3-Niederlage gegen RW Ahlen schwebt die TSG Sprockhövel nach wie vor in Abstiegsgefahr.

TSG Sprockhövel

"Das ist typisch"

Tobias Hinne-Schneider
01. Juni 2015, 19:37 Uhr
Foto: Michael Ketzer

Foto: Michael Ketzer

Der Klassenerhalt ist immer noch nicht in trockenen Tüchern. Durch die 1:3-Niederlage gegen RW Ahlen schwebt die TSG Sprockhövel nach wie vor in Abstiegsgefahr.

Dabei begann das Spiel eigentlich optimal für den Außenseiter, bereits nach zehn Spielminuten besorgte [person=19895]Hasan Ülker[/person] die Führung für die Gastgeber. TSG-Trainer Robert Wasilewski ärgerte sich über den schnellen Ausgleichstreffer durch [person=1715]Damir Ivancicevic[/person]: "Wir haben in der Anfangsviertelstunde jeden Zweikampf gewonnen, dominant gespielt und dann aus dem nichts den Ausgleich kassiert. Das war wieder typisch für uns." Die favorisierte Elf von RW-Trainer Marco Antwerpen brauchte 76 Minuten, um das Spiel endgültig umzubiegen. [person=8843]Felix Backszat[/person] hielt die Wersestädter mit seinem Treffer zur 2:1-Führung weiter im Aufstiegsrennen.

"Wir hatten nach einer guten Stunde die große Möglichkeit in Führung zu gehen, doch da haben wir eine vier-gegen-eins Situation einfach schlecht ausgespielt", zeigte sich Wasilewski über die vergebene Großchance erzürnt. Spätestens eine Minute vor Abpfiff zerstörte [person=8749]Lennard Warweg[/person] die Hoffnungen der Sprockhöveler auf einen Punktgewinn. Der Trainer zollte seiner Mannschaft trotz der Niederlage Respekt für die gebotene Leistung: "Die Mannschaft hat sich in jeden Zweikampf reingehauen und durchweg ordentlich gespielt. Mir standen erneut nur 14 Mann zur Verfügung, wodurch uns in den Schlussminuten die Alternativen fehlten."

Seit nunmehr sieben Spielen konnte das Team aus dem Stadion im Baumhof keinen Dreier einfahren, lediglich drei Punkte holte die Wasilewski-Elf in dieser Zeit. Der Abstand auf den einzigen verbleibenden Abstiegsplatz ist, bei noch zwei ausstehenden Spielen, auf vier Punkte geschrumpft. "Eins der zwei Endspiele müssen wir gewinnen, das haben wir zum Glück selbst in der Hand. Dann erübrigt sich auch der Blick nach Zweckel und Herne", so Waislewski, der den Klassenerhalt möglichst aus eigener Kraft schaffen will. Mit Roland Beckum und Arminia Bielefeld II stehen noch zwei schwere Spiele für die TSG an.

Personell kann Sprockhövel wieder aus dem Vollen schöpfen, denn die Saison der A-Jugend ist mittlerweile beendet. Die U19 der TSG hat durch die Meisterschaft in der Westfalenliga den Sprung in die Junioren-Bundesliga geschafft. "Die Ausbildung ist schon über Jahre sehr gut, jetzt spielen die Jugendlichen in einer sehr interessanten Liga, wodurch der Übergang zu den Senioren noch einfacher wird", zeigte sich Wasilewski vom Nachwuchs begeistert. Bereits in der laufenden Saison kamen sechs A-Jugendliche in der ersten Mannschaft zum Einsatz, in der kommenden Spielzeit sollen dann neun oder zehn Spieler zum Kader gehören.

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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