Eigentlich wollte der VfB Speldorf am Sonntag in Burgaltendorf den vorzeitigen Klassenerhalt feiern.

VfB Speldorf

Fehlentscheidung verhindert Klassenerhalt

01. Juni 2015, 13:17 Uhr
Foto: Tillmann

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Eigentlich wollte der VfB Speldorf am Sonntag in Burgaltendorf den vorzeitigen Klassenerhalt feiern.

Daraus wurde, aufgrund eines 1:1-Unentschiedens gegen die damit sicher abgestiegenen Essener, nichts.

Nach einer Anfangsphase, die die Gastgeber klar dominierten ging Speldorf durch Toptorjäger [person=7056]Michael Siminenko[/person] etwas überraschend in Führung. Keine zehn Minuten später glich Burgaltendorf per verwandeltem Foulelfmeter aus. "Wir hatten genug Emotionen auf dem Platz, aber im Fußball ist es nun mal so, dass du zwei Teams und auch ein Schiedsrichtergespann auf dem Platz hast. Da ist es natürlich ärgerlich, wenn eine klare Fehlentscheidung ein Tor für den Gegner bringt", beschwerte sich Oliver Röder und auch sein Gegenüber Jörg Oswald stimmte zu: "Für mich war das eher kein Elfmeter. Ich habe das Foul auch andersrum gesehen. Gemessen am Spielverlauf war es aber ein verdienter Ausgleich."

Zorlu und Röder hadern mit sich selbst

VfB-Kapitän Semih Zorlu wollte die Schuld für den verpassten vorzeitigen Klassenerhalt nicht ausschließlich beim Unparteiischen suchen und schaute auf die in der Schlussphase, auch durch ihn, vergebenen Tormöglichkeiten: "Wenn du sechs bis sieben Mal alleine auf den Torwart zuläufst und kein Tor machst, dann darfst du nach dem Spiel nicht über den Schiedsrichter diskutieren. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen."

Auch Oliver Röder erkannte trotz der Fehlentscheidung des Schiedsrichters an: "Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte aus der Hand gegeben. Wir haben einfach keinen Zugriff bekommen und Burgaltendorf ist durch einfache, lange Bälle immer wieder gefährlich geworden. Eigentlich müsste meine Mannschaft da in der Lage sein, andere Lösungsmöglichkeiten zu finden." Letzten Endes wäre der Sieg angesichts der Torchancen jedoch definitiv noch möglich gewesen: "So ist das im Abstiegskampf, da entwickelt sich plötzlich eine Eigendynamik, in der der Ball nicht mehr das macht was er soll. Dazu kommt dann das Nervenversagen. Ob das hier verdient gewesen wäre oder nicht, ist doch egal. Davon spricht am Ende keiner mehr."

Nach der Partie nahm sich der Linienchef allerdings auch selber ins Gericht: "Wir wollten eigentlich so auftreten wie gegen Rellinghausen. Ich wollte meiner Mannschaft den Druck nehmen. Das habe ich offensichtlich nicht geschafft." Röder blickte aber bereits wieder nach vorne: "Ich bin der Erste, der schon auf das nächste Spiel schaut. Das muss ich auch. Gegen Rhede werden wir dann den Sack zu machen."

Andernfalls könnte der Gang in die Relegation die Folge sein. Ein in der aktuellen Lage eigentlich unnötiges Unterfangen für die Mülheimer.

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