Marc-Patrick Meister verabschiedet sich mit einem Titel von der Dortmunder U19. Der BVB besiegte am Freitagabend Schalke mit 3:1 (3:0) und holte sich den Westfalenpokal.

BVB U19

Augenhöhe mit Schalke als "lohnenswertes Ziel"

30. Mai 2015, 12:58 Uhr
Foto: Ketzer

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Marc-Patrick Meister verabschiedet sich mit einem Titel von der Dortmunder U19. Der BVB besiegte am Freitagabend Schalke mit 3:1 (3:0) und holte sich den Westfalenpokal.

Als U19-Westfalenpokalsieger darf man sich auch schon mal ein Bierchen genehmigen. Dass in der Dortmunder Kabine ausgerechnet ein Fässchen vom Getränkesponsor des Erzrivalen auf dem Tisch stand, war ein kleiner Fauxpas – aber wohl die einzige Panne im Rahmen der Feierlichkeiten, die auch für Marc-Patrick Meister etwas ganz besonderes waren. „Im Entmüdungsbecken bin ich noch nie gelandet, jetzt war es soweit.“

Deshalb gab der scheidende Trainer der schwarz-gelben A-Junioren sein Interview auch lieber in der Trainerkabine. „So nass wie ich bin, hole ich mir sonst den Tod.“

Der letzte Auftritt seiner Mannschaft machte ihn noch einmal „sehr stolz.“ So bereitete ihm die Truppe um die Stenzel- und Dietz-Brüder auch ein herrliches Abschiedsgeschenk. „Das nehme ich gerne mit“, freute sich Meister, der nun an Hannes Wolf übergibt. „Es ist aber auch ein toller Abschluss für die Mannschaft, die ja zur Hälfte wieder auseinander geht.“

Beeindruckend war, wie entschlossen die Borussen den Schalkern den Zahn zogen – und welche Mittel sie dabei wählten. Alle drei Tore fielen nach Standards, eigentlich keine Dortmunder Stärke, denkt man an die Profis. „Wir haben einige kopfballstarke Spieler und Lars macht zwei rein! Tatsächlich hat er das schon beim Abschlusstraining gezeigt. Da hat er so drei Tore erzielt.“ Und anders als das Bundesligateam, dass die ersten Minuten in dieser Saison oft verpennte, zeigte sich Meisters Elf vom Anpfiff weg hellwach und schlug schon nach zwei Minuten erstmals zu.

Schalke beim Stichwort Durchlässigkeit vorn
Marc-Patrick Meister

Hinzu kam eine defensiv-taktische „Meister“-Leistung, denn der BVB wechselte von Dreier- auf Fünferkette und ließ den Knappen kaum Räume. Immerhin hatte man es ja mit dem frischgebackenen Deutschen Meister zu tun.

Aber vielleicht war der Freitagabend vor immerhin 630 Zuschauern ja schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf zukünftige Highlights, wer weiß!? „Ich denke, dass es lohnenswert ist, das Ziel ausrufen, mit Schalke auf Augenhöhe zu kommen. Denn zumindest bei den U18- und U19-Jahrgängen geben sie national das Level vor. Und beim Stichwort Durchlässigkeit sind sie auch ganz weit vorn“, erklärte Meister mit Blick auf die tollen Lebensläufe vieler Jungs aus der Knappenschmiede und das Kräfteverhältnis zwischen den Rivalen. Die Schwarz-Gelben arbeiten dran...

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