Lange Zeit galt Mario Vrancic zwar als riesiges, aber eben auch als schlampiges Talent. In dieser Spielzeit zeigte er, dass er die Klasse für die Bundesliga hat.

SC Paderborn

Was plant der Spielmacher aus der Tiefe?

29. Mai 2015, 12:11 Uhr

Lange Zeit galt Mario Vrancic zwar als riesiges, aber eben auch als schlampiges Talent. In dieser Spielzeit zeigte er, dass er die Klasse für die Bundesliga hat.

Vrancic durchlief bei Mainz 05 etliche Jugendteams, wurde dabei vor allem von Jürgen Klopp und später auch von Thomas Tuchel geformt. Den Durchbruch schaffte er aber erst in Paderborn.

Nachdem [person=2033]Vrancic[/person] nämlich weder in Mainz noch später beim BVB, wohin ihn Förderer Klopp zur U23 gelockt hatte, sein Talent dauerhaft abrief, wechselte er 2012 zum beschaulichen SC Paderborn. Direkt in seiner ersten Saison wurde der 26-Jährige bei den Ostwestfalen zum Spielmacher aus der Tiefe: Vrancic ist kein echter "Zehner", dafür fehlen ihm zuweilen Tempo und die Fähigkeit, sich im direkten Duell mit einer überraschenden Finte vom Gegenspieler zu lösen. Nein, Vrancic ist dafür technisch überragend, seine Übersicht und seine Passgenauigkeit prädestinieren ihn eher für den Job als "Achter" oder gar als "Sechser" - ein Spielmacher aus der Tiefe eben.

"Mario ist wohl das größte Talent, das Mainz je hervorgebracht hat"
Jürgen Klopp

Andrea Pirlo wäre so ein Spieler, der diesen Typus verkörpert, Bastian Schweinsteiger auch - wenn man ihn den ließe. Aber das ist eine andere Geschichte; Vrancic mit diesen beiden Größen des Weltfußballs zu vergleichen, wäre zudem anmaßend. Gerade einmal 80 Zweitliga-Partien (10 Tore) und jetzt auch 31 Spiele in der ersten Bundesliga (2 Treffer) hat dieser hochbegabte Mittelfeldspieler in seiner Vita. Und dennoch spricht einiges dafür, dass er diese Statistik in der kommenden Spielzeit weiter ausbaut. Das Talent dafür hat Vrancic, das ist unbestritten. Nicht umsonst sagte Jürgen Klopp einst über seinen Schützling: "Mario ist wohl das größte Talent, das Mainz je hervorgebracht hat."

Lange konnte Vrancic dieses Lob nicht bestätigen, nun scheint es, als habe er seine Chance auf der Bühne Bundesliga genutzt. Nach Informationen des "kicker" gehört Vrancic neben den schon beinahe sicheren Abgängen [person=2917]Lukas Rupp[/person], dessen Vertrag nur für Liga eins gilt, und [person=2941]Jens Wemmer[/person], der vor einem Wechsel zu Panathinaikos Athen steht, zusammen mit [person=1921]Elias Kachunga[/person] und [person=22346]Süleyman Koc[/person], an dem der FC Augsburg starkes Interesse haben soll, zu einer Reihe von SC-Akteuren, die eine Ausstiegsklausel in den Verträgen verankert haben.

Da wäre es kaum verwunderlich, wenn auch andere Erstligisten sich mit dem Mann, dessen Vertrag in Paderborn noch bis 2016 läuft, beschäftigen würden. Was also plant Mario Vrancic, Paderborns Spielmacher aus der Tiefe? Die kommenden Wochen werden zeigen, wohin der Weg des ehemaligen Klopp-Zöglings führt..

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