Nach dem Zweitliga-Aufstieg bastelt der Sportliche Leiter der Arminia am neuen Kader. Eine Spur könnte zu Union Berlins Björn Jopek führen.

Arminia Bielefeld

Arabi plant und schweigt

26. Mai 2015, 18:15 Uhr
Foto: Arminia Bielefeld

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Nach dem Zweitliga-Aufstieg bastelt der Sportliche Leiter der Arminia am neuen Kader. Eine Spur könnte zu Union Berlins Björn Jopek führen.

Der Aufstieg in Liga zwei ist perfekt, durch den Sieg im letzten Spiel in Großaspach sicherte sich Bielefeld im Fernduell mit dem MSV Duisburg auch noch Platz eins in der Abschlusstabelle. Doch während sich die DSC-Kicker in den Urlaub verabschieden haben, bastelt Arminia Bielefelds Sportlicher Leiter Samir Arabi weiter am neuen Kader.

Verlängert Kapitän Klos beim DSC?

Und dort gibt es noch einiges zu tun. Als Neuzugang steht bislang nur Keeper Nicolai Rehnen aus der A-Jugend fest, verlassen werden die Arminia [person=6447]Sebastian Hille[/person] (Karriereende), [person=6640]Jarno Peters[/person] (SV Rödinghausen), [person=4597]Pascal Testroet[/person] (Dynamo Dresden) und [person=4479]Michael Gurski[/person] (Ziel unbekannt). Ob der bislang vom Karlsruher SC ausgeliehene Dennis Mast über das Saisonende hinaus in Bielefeld bleibt, steht ebenfalls noch nicht fest. Hille, schon seit 2011 beim DSC unter Vertrag, soll dem Verein erhalten bleiben; in welcher Rolle dies passieren soll, ist noch offen. Nicht abschließend geklärt scheint zudem die Zukunft von Keeper Alexander Schwolow, der eigentlich noch bis 2016 vom SC Freiburg ausgeliehen ist. Doch das Gerücht, der Sportclub könne den Schlussmann nach dem Abstieg per Option zurückbeordern, hält sich hartnäckig.

Das Gerüst der Mannschaft soll auch nach dem Aufstieg von Torjäger [person=3549]Fabian Klos[/person], dessen Vertrag Arabi liebend gerne über 2016 hinaus verlängern möchte, [person=4751]Tom Schütz[/person] und weiteren erfahrenen Spielern wie [person=4101]Sebastian Schuppan[/person] oder [person=1801]Florian Dick[/person] gebildet werden. Auch [person=4606]Stephan Salger[/person], der kürzlich bis 2018 verlängerte, dürfte eine Liga höher zu den Schlüsselspielern zählen. Dennoch kündigte Arabi bereits an, für alle Mannschaftsteile Verstärkungen zu suchen. Ein gefundenes Fressen für die Medien, die die Rechnung aber ohne Bielefelds Sportlichen Leiter gemacht zu haben scheinen. Der 36-Jährige ist nämlich bislang stets gut damit gefahren, Namen potentieller Neuzugänge nicht zu kommentieren.

Kommt Union Berlins Eigengewächs nach Ostwestfalen?

Und so wurde in den vergangenen Tagen und Wochen munter spekuliert. Teils wurden namhafte Kicker, die einen Bezug zum Verein hatten, wie die Ex-Arminen wie [person=4649]Kasper Przybylko[/person] (Greuther Fürth), [person=1764]Marc Rzatkowski[/person] (FC St. Pauli) und [person=4645]Stefan Ortega[/person] (1860 München) ins Spiel gebracht, teils ließen sich Gerüchte etwa mit Blick auf die Düsseldorfer Vergangenheit von Trainer Norbert Meier erklären: F95-Urgestein [person=1334]Andreas Lambertz[/person] unterschrieb letzten Endes in Dresden, bei [person=1617]Oliver Fink[/person] sieht es nach einem Verbleib am Rhein aus.

Und irgendwie wären es auch keine Transfers der Marke Arabi gewesen, der im Herbst beispielsweise den damals vereinslosen [person=4546]David Ulm[/person] verpflichtete und im Winter heimlich, still und leise den Transfer von [person=2666]Manuel Junglas[/person] eintütete. Bliebe der Sportliche Leiter bei seiner Philosophie, dann wäre es kaum verwunderlich, wenn eine Spur zu Union Berlins Eigengewächs [person=8886]Björn Jopek[/person], dessen Vertrag nicht verlängert wird, führt. Der 21-Jährige kann im Mittelfeld links oder zentral auflaufen, hat zudem schon 53 Zweitliga-Spiele vorzuweisen. Ein passender Kandidat hätte auch Aachens Rechtsverteidiger [person=2202]Dominik Ernst[/person] sein können, doch der gebürtige Gelsenkirchener mit S04-Vergangenheit verlängerte am Wochenende bei der Alemannia. Zuvor hatten ihn die "Aachener Nachrichten" auch mit dem DSC in Verbindung gebracht.

Mindestens bis zum Trainingsstart am 15. Juni, wahrscheinlich aber noch etwas länger, werden die Spekulationen andauern. Eine Situation, die Samir Arabi durchaus in den Kram passen dürfte. Den DSC-Fans wird es egal sein, solange am Ende eine Mannschaft auf dem Platz steht, die auch nur annähernd so viel Freude macht wie die diesjährige Aufstiegs-Elf.

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