Irgendwie scheint beim Wuppertaler SV nach dem verpatzten Regionalliga-Aufstieg keine Ruhe mehr einkehren zu wollen.

Wuppertaler SV

Internes Chaos - Ultras durchleuchten Verträge

Krystian Wozniak
26. Mai 2015, 13:35 Uhr
Foto: Ketzer

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Irgendwie scheint beim Wuppertaler SV nach dem verpatzten Regionalliga-Aufstieg keine Ruhe mehr einkehren zu wollen.

Trainer Thomas Richter und Sportvorstand Achim Weber sind erneut in die Schusslinie geraten. Beide sollen intern, von noch unbekannten Personen aus dem Verwaltungsrat, attackiert werden. In der Führungsriege des Wuppertaler SV riecht es nach einer Schlammschlacht. Der Gipfel scheint nach der neuerlichen Aktion erreicht zu sein.

An die Ultras Wuppertal sollen von einem Unbekannten aus den Gremien Vertragskonstellationen weitergeleitet worden sein. Dabei handelt es sich um die Beschäftigungsverhältnisse von Trainer Thomas Richter und Sportvorstand Achim Weber. Die vermeintlichen Verdienste des sportlichen Duos sollen bei den Ultras für große Verwunderung gesorgt haben. Genauer gesagt: Weber und Richter sollen für Oberliga-Verhältnisse viel zu viel verdienen. "Wir fordern den Verein auf, noch innerhalb der nächsten Woche eine ausnahmslose Aufklärung zu veröffentlichen. Sollte dies nicht der Fall sein, sehen wir uns dazu verpflichtet, Unterschriften für eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu sammeln und den Vorstand sowie Verwaltungsrat per Antrag dazu aufzufordern, öffentlich Stellung zu beziehen",heißt es in einem Schreiben der Wuppertaler Ultras. Achim Weber zeigte sich gegenüber RS wortkarg: "Ich möchte mich zu der ganzen Geschichte gar nicht mehr äußern. Ich habe alles dazu gesagt und es gibt keinen weiteren Kommentar."

Noch am Montag wurde Weber in der "Wuppertaler Rundschau" folgendermaßen zitiert: "Ich habe kein Verständnis dafür, wenn man sich instrumentalisieren lässt. Dabei geht es weniger um meine Person als die von Thomas, der mit den meisten Stimmen in den Verwaltungsrat gewählt worden war. Ich habe keinen konkreten Verdacht, wer solche Sachen streut. Ich kann sehr gut in den Spiegel schauen. Andere Personen sollten sich hinterfragen, wie sinnvoll solche Sachen für das Innenleben eines Vereins sind."

Am Mittwoch soll Weber dem Verwaltungsrat in einer Sitzung seine sportlichen Pläne für die kommende Saison vorstellen...

UPDATE (26. Mai, 20.20 Uhr): Bei einem Treffen der WSV-Fanabteilung war am Dienstagabend auch Vorstandssprecher Alexander Eichner vor Ort und stellte klar, dass "die Ultras falsch informiert seien." Richters Trainervertrag sei demnach um die 300 Euro, Achim Weber hätte nicht mal einen Vertrag als Sportvorstand, aber einen erfolgsabhängigen Vertrag über "Sponsorenthema".

Autor: Krystian Wozniak

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