Die Bundesliga-Saison ist vorbei. Für Dortmunds Henrikh Mkitaryan fast schon ein bisschen schade, schließlich kam er zum Ende gerade so richtig in Fahrt.

Borussia Dortmund

Mkhitaryan erspielt sich Sympathien

25. Mai 2015, 12:19 Uhr
Foto: firo

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Die Bundesliga-Saison ist vorbei. Für Dortmunds Henrikh Mkitaryan fast schon ein bisschen schade, schließlich kam er zum Ende gerade so richtig in Fahrt.

Zum Glück muss der BVB am kommenden Wochenende noch einmal im Finale des DFB-Pokals ran. Wenn der Armenier dann auch so auftrumpft, können sich die BVB-Fans freuen. In der Form, in der Mkhitaryan in den letzten Wochen auflief, könnte er Borussia Dortmund in Sachen Titelgewinn ein großes Stück weiterhelfen.

Ausgerechnet er, der die gesamte Saison über von der Anhängerschaft und dem Umfeld der Schwarzgelben so verschmäht worden war, könnte jetzt dafür sorgen, dass die Saison doch noch einen versöhnlichen Abschluss findet. Was war Mkhitaryan nicht mit Pfiffen und Buh-Rufen bedacht worden. Seit er im Sommer 2013 von Shakhtar Donezk zum BVB gekommen war, lief er den Erwartungen hinterher. Irgendwie traf er in seinem Spiel aber auch immer die falschen Entscheidungen, was die Fans teilweise auf die Palme brachte.

Doch in den letzten Spielen hat sich der 26-jährige Mittelfeldmann scheinbar freigespielt. Plötzlich wirbelte er über den Platz, setzte seine Mitspieler in Szene und entwickelte sich im letzten Saisonspiel gegen Werder Bremen sogar zum besten Dortmunder. Als alle schon sagten, dass der BVB "Micky" - dessen Vertrag in Dortmund noch bis 2017 läuft - in der Sommerpause bloß verkaufen soll, drehte er richtig auf und zeigte, welches Potenzial in ihm steckt. Und siehe da, mit seiner flotten und agilen Spielweise hatte er plötzlich auch die Dortmunder Anhänger wieder hinter sich.

Ob das einzig daran lag, dass der Trainer ihn zuletzt vom zentralen Mittelfeld auf die Außenbahn versetzt hatte? Der Armenier glaubt das nicht. Er hat eine andere Erklärung für seine plötzliche Leistungsexplosion. "In mir hat sich etwas verändert", erklärt er. "Als ich richtig schlecht war, habe ich akribisch versucht an mir zu arbeiten. Ich habe einfach versucht irgendetwas zu verändern. Das ist jetzt das Resultat." Mkhitaryan ist überglücklich, dass seine Teamkameraden und der Trainer immer an ihn geglaubt haben.

Im DFB-Pokalfinale kann er sich in Berlin am Samstag (20 Uhr) mit einer erneut guten Leistung für dieses Vertrauen bedanken. "Micky" freut sich darauf, zum zweiten Mal während seiner Zeit beim BVB beim Endspiel dabei sein zu können. "Wir werden alles dafür tun, die Fehler aus dem letzten Jahr nicht noch einmal zu machen", sagt er. "Wir werden bereit sein für das Spiel." Mkhitaryan besonders.

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