17 Kilometer liegen zwischen dem Stadion Hessenteich in Bochum-Langendreer und dem Wattenscheider Lohrheidestadion.

Emscher-Junior-Cup

Neymar und Messi in der Lohrheide?

24. Mai 2015, 13:52 Uhr
Foto: firo

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17 Kilometer liegen zwischen dem Stadion Hessenteich in Bochum-Langendreer und dem Wattenscheider Lohrheidestadion.

Gegensätzlicher aber hätte die Stimmungsalage bei der SGW nicht sein können.

Während die „Alten“ sich nach der Achterbahn-Saison und dem Klassenerhalt in der Regionalliga bei ihren Fans für die Geduld bedanken mussten, probte der Nachwuchs der Schwarz-Weißen beim Emscher-Junior-Cup den Torjubel in Profi-Manier.

Zwei Kicker stachen mit ihrer Kreativität dabei besonders heraus: Yusuf Demir und Emir Aydin, die sich nach ihren Treffern gegenseitig die Schuhe „putzten“. „Das haben wir im Fernsehen bei Fenerbahce gesehen. Da hat Alex das immer gemacht und das fanden wir toll“, erklärt der acht Jahre alte Yusuf verschmitzt.

[infobox-right]Für die Endrunde am 21. Juni im Stadion Niederrhein in Oberhausen haben sich die Essener SG, der TuS Stoppenberg, die SG Wattenscheid und der Erler SV 08 direkt qualifiziert. Der SV Zweckel gewann die Fair-Play-Wertung und zieht damit auch in die Endrunde ein.[/infobox]

Arrogant wirkte das nicht – auch wenn die Wattenscheider spielerisch nicht immer an ihre Grenzen gebracht wurden. Dabei ging es schließlich auch gar nicht. Der „unverbrauchte“ Fußball - ohne sämtliche Starallüren und Theatralik - war frei von Arroganz und Häme. Im Gegenteil: die kleinen Wattenscheider nahmen sich im Anschluss sogar selbst aufs Korn und posierten beim kollektiven Mannschaftsfoto allesamt in Schuhputz-Pose.

Irgendwann aber war der Jubel auch veraltet und neben dem Spielfeld wurde eifrig an einem neuen gefeilt. „Jetzt stellen wir uns immer zu viert mit dem Rücken aneinander“, sagt der neunjährige Demir. Auch den haben sich die Schwarz-Weißen im Fernsehen abgeschaut.

Ob die Wattenscheider Fans den Jubel auch mal live in der Lohrheide sehen? Yusuf und Demir haben da noch andere Pläne. Die Vorbilder Neymar (Yusuf) und Messi (Emir) spielen schon bei dem Verein, zu dem es die beiden einmal schaffen wollen. Und das hat auch einen Grund: „Real Madrid mögen wir nicht so gerne“, lacht Emir. Bis also nach einem Tor der beiden vor den SGW-Ahängern Schuhe „geputzt“ werden, brauchen sie in der Lohrheide noch eins: viel Geduld.

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