Der PSV Wesel-Lackhausen belegt mit 30 Punkten den 11. Tabellenplatz und würde damit absteigen.

PSV Wesel-Lackhausen

Abstieg zum Abschied vermeiden

Tobias Hinne-Schneider
22. Mai 2015, 18:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Der PSV Wesel-Lackhausen belegt mit 30 Punkten den 11. Tabellenplatz und würde damit absteigen.

Wäre die Saison jetzt beendet, müsste die Mannschaft von Roger Rütter in der nächsten Saison in der Bezirksliga auflaufen, doch noch ist nicht Schluss. Es bleiben drei Spiele um das Ruder herumzureißen und die Situation ist keineswegs aussichtslos. Rütter glaubt, dass es am Ende eine sehr knappe Entscheidung geben wird: "Burgaltendorf hat drei Spiele in Folge gewonnen und wir haben das auch geschafft , dadurch sind aus zwei Abstiegskandidaten wieder Fünf geworden." Neben Wesel-Lackhausen und Burgaltendorf müssen auch wieder der VfB Speldorf, die Sportfreunde Niederwenigern und der Duisburger SV um den Klassenerhalt bangen.

"Wir stehen noch da, wo wir am Ende der Saison nicht stehen wollen, haben es aber noch selber in der Hand", glaubt Rütter den Abstieg noch aus eigener Kraft zu schaffen, denn lediglich drei Tore trennen den PSV von einem Nichtabstiegsplatz. Das Restprogramm könnte einfacher kaum sein, denn die nächsten Gegner, die SF Königshardt und der VfB Bottrop stehen bereits als Absteiger fest. "Ich sehe darin keinen Vorteil, sowohl Königshardt als auch Bottrop haben in der letzten Woche beachtliche Ergebnisse erzielt. Die können befreit aufspielen", vergleicht der Linienchef die beiden Mannschaften mit einem am Boden liegenden Boxer.

Nach 20 Jahren im Fußballgeschäft tritt Rütter nach der Saison ab. "Ich habe andere Prioritäten, bin selbstständig, habe eine Frau und zwei kleine Kinder, denen ich gerne mehr Zeit widmen würde", freut sich Rütter schon auf das Leben nach dem runden Leder. Den Abstieg möchte der Coach daher unbedingt vermeiden: "Mit einem solchen Negativerlebnis trete ich nur ungern zurück, daher hege ich die Hoffnung, das wir den Klassenerhalt noch schaffen werden." Die nächsten drei oder vier Jahre möchte der Coach erst einmal genießen, über eine Rückkehr möchte er sich keine Gedanken machen, lässt sich allerdings eine Hintertür offen: "Ich werde niemals nie sagen."

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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